
Die beiden Coaches Henriette Gruber und Orfeas Dintsis waren am Montag, 8. März 2010, der Einladung der Landesregierung Baden-Württemberg zum Bologna-Kongress nach Stuttgart gefolgt. Auf dem Campus Vaihingen der Universität Stuttgart zog Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg gemeinsam mit rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern Bilanz zu den Bologna-Beschlüssen. Diese Reform war vor 10 Jahren in Kraft getreten und hat neben Bachelor und Master vor allem viele Diskussionen hervorgebracht.
Diskutiert wurde auch von den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern aus Hochschulen, Politik und Verbänden sowie Studierenden: Schwierigkeiten bei der Finanzierung der Studiengebühren, zu volle Vorlesungspläne und zu wenig Flexibilität, um die eigene Persönlichkeit zu entfalten, lauteten die Hauptkritikpunkte aus Studentensicht.
Positive Signale vor allem für Bachelor-Absolventen aus dem technischen Bereich kamen aus der Wirtschaft. Stefan Küpper, Geschäftsführer von Südwestmetall, zweifelt nicht daran, dass die Industrie Jobs für Bachelor-Nachwuchskräfte hat. Der baden-württembergische Arbeitgeber-Vertreter spricht aus Erfahrung, schließlich arbeiten zahlreiche Metall- und Elektrounternehmen bereits mit Bachelor-Absolventen aus dem Ingenieurbereich zusammen.
Etwas anders dagegen sind die Empfehlungen an Naturwissenschaftler. Sie sollten aus Professorensicht die Universität mit einem Masterabschluss verlassen, um anschließend in der Berufswelt Fuß fassen zu können.
Deutlich wurde laut Henriette Gruber von COACHING4FUTURE, dass von allen Seiten Optimierungsbedarf besteht: "Der Bologna-Kongress ist sicherlich ein guter Anfang, doch der Dialog muss fortgesetzt werden, das haben die Diskussionen gezeigt."

10 Jahre Bologna-Reform: am 8. März 2010 kamen auf dem Campus Vaihingen der Universität Stuttgart Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen, Politik und Verbänden sowie Studierende zusammen, um Bilanz zu ziehen.

Bettina Jorzik vom Stifterverband, Prof. Dr. Achim Bubenzer, Vorsitzender der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen Baden-Württemberg, Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg, Prof. Dr. Hans Weiler und Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Peter Liebig, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz nahmen beim Bologna-Kongress an einer Podiumsdiskussion teil (von links).
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