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  • MINT-Berufe, MINT-Studium

Eine Welt. Millionen Ideen. Pack sie an.
Mit einer Karriere im MINT-Bereich!

Umweltschutz, Hightech, neue Therapien und Medikamente: Ein MINT-Beruf bietet die Chance, unsere Welt in Zukunft ein bisschen einfacher, sicherer und gesünder zu machen!

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – und damit für spannende Studienfächer und Berufe für Leute mit Ideen und Visionen. Denn die Grundlagen für Technologien von morgen werden heute schon geschaffen.

Moderne Mikrochips sind ein gutes Beispiel. Sie stecken unter anderem in Handys, Spielekonsolen oder PCs und sorgen dafür, dass diese immer kleiner und leistungsfähiger werden. Logisch, denn je kleiner der Mikrochip und je mehr Daten auf ihm gespeichert werden können, desto kleiner das Handy – bei einer steigenden Anzahl von Funktionen. Doch hinter MINT-Berufen verbirgt sich nicht nur das Entwickeln von Hightech, sondern auch die Chance zur Lösung gesellschaftlicher Probleme. So leisten die Nanotechnologie im Bereich Klimaschutz oder die Elektrotechnik bei erneuerbaren Energien wertvolle Beiträge. Ein weiteres, modernes Beispiel ist die Bionik - eine Kombination aus Biologie und Technik. Bioniker orientieren sich am Vorbild der Natur, wenn es beispielsweise um die Entwicklung spezieller Schmutz abweisender Oberflächen geht. Hier sind botanisches und chemisches Fachwissen und technisches Verständnis gefragt.

Wie du siehst, liegen gerade in den MINT-Berufen besonders große Chancen, denn Ingenieure und Naturwissenschaftler haben das notwendige Know-how unsere Zukunft zu gestalten. Sicher findest du hier einen Beruf oder einen Studiengang, der dich interessiert. Vielleicht hast du sogar noch nie von diesem Beruf gehört - geh einfach mal auf Entdeckungstour!

Hier findest du alle Studienfächer im Überblick:

Agrar- und Forstwissenschaften, Gartenbau

Einen 360º-Blick auf unsere Natur: für Agrar- und Forstwissenschaftler ein Muss. Denn sie beschäftigen sich mit allen wirtschaftlichen, ökologischen, technischen und sozialen Themen rund um den Ausgleich von wirtschaftlicher Nutzung der Natur, ökologischer Pflege und Bewahrung. Sie gestalten Landschaften und Städte, sichern die Qualität landwirtschaftlicher Rohstoffe, erforschen den Einfluss von Menschen auf die Umwelt (Boden, Klima etc.) sowie neue Methoden der Pflanzen- und Viehzucht. Wer sich gerne mit Natur beschäftigt, aber lieber im Bereich Pflanzenanbau und -produktion bleiben möchte, ist eher im Studiengang Gartenbau richtig. Kernthemen im Arbeitsalltag von  Gartenbauingenieuren sind moderne Pflanzenproduktion, nachhaltige Ressourcennutzung und biologischer Pflanzenschutz. Dieses Wissen kommt sowohl im Handel und der Industrie als auch in der Forschung und im Wissenschaftsjournalismus zur Anwendung. Agrar- und Forstwissenschaftler arbeiten traditionell bei öffentlich-rechtlichen Arbeitgebern (Ämter, Verbände, Anstalten, Behörden etc.). Je nach Spezialisierung im Studium eröffnen sich Alternativen im Management (z.B.in der Lebensmitteltechnologie), in botanischen Gärten und Naturparks, in der Forschung von Unternehmen (z.B. Saatgutzüchtung oder Pflanzenschutz) als Entwicklungshelfer (z.B. für Wiederaufforstungsprojekte).

Einblicke ins Studium
Zu Beginn des Uni-Studiums der Agrar- und Forstwissenschaften bilden sozial- und naturwissenschaftliche Basismodule wie Chemie, Botanik, Zoologie und Physik aber auch Spezielles wie Forstrecht, Klimatologie und Betriebslehre die Hauptsache. Die Möglichkeiten der späteren individuellen Vertiefung reichen von Agrarökonomie, -business oder -informatik über Waldökologie, forstliche Betriebswirtschaft und Umweltwissenschaften bis zu Naturschutz, Umweltrecht und sogar Weinbau oder Holztechnik. Fachhochschulen vermitteln in etwa die gleichen Grundlagen und auch die Vertiefungsmodule sind nahezu gleich. Aber Vorsicht, denn ob Uni oder FH: Eine gewisse körperliche Belastbarkeit ist für Praxisaufgaben und Praktika unerlässlich. Im Gartenbaustudium stehen in den ersten Semestern an Uni und FH naturwissenschaftliche und die gärtnerische Pflanzenproduktion an erster Stelle. Spannende Zusatzmodule wie Meteorologie, Bodenkunde, Genetik oder Zierpflanzenbau lockern den Stundenplan auf. Eine Vertiefung aus den Bereichen Biologie, Ökologie, Pflanzenbau, Technik oder Ökonomie kann gewählt werden.

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Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur

Kunst oder Wissenschaft - Architektur ist beides. Daher zeichnen sich Architekten aller Fachbereiche sowohl durch technisch-mathematisches Verständnis als auch durch hohe Kreativität aus.
Architekten entwerfen und planen Gebäude oder Stadträume am Modell oder in 3D-Animationen und haben stets Dinge wie Wirtschaftlichkeit, Baunormen, statische Berechnungen und Energieeffizienz im Blick - im Büro oder auch als Bauleiter direkt vor Ort. Sie arbeiten vorwiegend als Angestellte oder freischaffend in Architekturbüros, in der Bauwirtschaft, Bauämtern oder als Berater in Unternehmen. Spannende Alternativen gibt es im Bereich Virtual Design, Facility Management oder auch in der Denkmalpflege bis hin zum Bühnenbild. Zu Landschaftsarchitekten gibt es einen großen Unterschied: Diese nutzen Mittel zur Gestaltung, welche sich dynamisch verändern, wie etwa Pflanzen, Oberflächen, Hecken etc. Sie kümmern sich um Planung und Bau, Entwicklung, Erhalt und Rekultivierung von Außenräumen und Freiflächen. Diese Kenntnisse sind in Garten-, Friedhofs- und anderen Ämtern nützlich, aber auch in den Bereichen Freizeitplanung, Gartendenkmalpflege oder Artenschutzplanung.

Einblicke ins Studium
Im Studienfach Architektur sorgt ein strukturiertes Grundstudium für ein breites Basiswissen: von der "Baukunst im alten Rom" bis hin zu "Energiespartechnik" und "Baurecht" - maximale Abwechslung steht auf dem Lehrplan. Im Hauptstudium wird ein Vertiefungsgebiet frei gewählt, beispielsweise Management, Rechtswissenschaft oder Landschaftsplanung. Wichtige Fächer wie Baukonstruktion oder Entwerfen werden obligatorisch intensiviert. Kreatives Entwerfen am Computer und beim Modellbau ist im Studium sehr wichtig. Aber daneben sorgen Fächer wie Mathematik, Statik und Baurecht für großen Lernaufwand. An den Fachhochschulen werden außerdem oft praxisorientierte Studienprojekte und fächerübergreifende Angebote wie etwa Fremdsprachen, angeboten. Ähnliche Kenntnisse werden bei den Landschaftsarchitekten vermittelt: alle künstlerisch-gestalterische, technische, natur- und gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen plus das sogenannte Projektstudium. Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, in welchen alltägliche Probleme des Fachbereichs im Team gelöst werden sollen. Vertiefende Module sind beispielsweise Ressourcenmanagement, Gartendenkmalpflege oder Planungsinformatik.

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Bauingenieurwesen

Hoch oben oder im Untergrund - egal wo und was gebaut wird, Bauingenieure planen und berechnen Bauten wie etwa Brücken, Türme, Straßen, Flughäfen oder auch Windenergieanlagen. Als Analytiker und Organisationstalente kümmern sie sich neben ihrem Kerngeschäft Planen und Bauen hauptsächlich um Bauleitung und Bauaufsicht, Baurecht, technischen Service, Verwaltung und Umweltschutz am Bau. Bauingenieure arbeiten meist in Ingenieurbüros, Baufirmen, im Wasserbau oder in der öffentlichen Verwaltung. Wer sich außerdem für Umwelt und Gesellschaft engagieren möchte, arbeitet in der Entwicklungshilfe (Beispiel: Bewässerungsanlagen) oder in öko- und baubiologischen Projekten.

Einblicke ins Studium
Das modulare Grundstudium besteht vorwiegend aus Naturwissenschaften wie höhere Mathematik, Physik, Mechanik und Geometrie. Daneben wird praktisches Basiswissen wie Wasserbau, Verkehrswesen oder konstruktiver Ingenieurbau gelehrt. Die ersten drei Semester bestehen aus einem straffen Programm: Bauingenieure werden zu Generalisten ausgebildet, bevor sie sich im Haupt- bzw. Masterstudium spezialisieren können. Die Vertiefungsangebote variieren stark je nach Hochschule. Die allgemein häufigsten Angebote sind Baumanagement, Geo- oder Umwelttechnik, konstruktiver Ingenieurbau oder Verkehrswesen. Während die Universitäten ein breites theoretisches Wissen vermitteln, arbeiten die Fachhochschulen näher an der Praxis und erwarten oft zusätzliche Praktika.

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Biochemie

Die inneren Werte zählen - besonders für Biochemiker, denn sie erforschen Zellen von Lebewesen und alle dort stattfindenden chemischen und physikalisch-chemischen Prozesse wie etwa Stoffwechselvorgänge. Auf molekularer Ebene analysieren sie Strukturen, Eigenschaften und Funktionsweisen von Zellen - wichtige Erkenntnisse, die beispielsweise bei der Herstellung eines neuen Medikaments den Durchbruch bringen. Typische Arbeitsbereiche sind neben der chemisch-pharmazeutischen Industrie vorwiegend Forschungsinstitute sowie Lebensmittel-, Pflanzenschutz- und Reinigungsmittelhersteller. Alternativen bieten sich im Patentwesen, Umweltschutz und im Wissenschaftsjournalismus.

Einblicke ins Studium
Biochemie wird an den meisten Hochschulen als Schwerpunkt eines Biologie- oder Chemiestudiums angeboten. Wer sich gleich für den eigenständigen Studiengang entscheidet, lernt in den ersten Semestern naturwissenschaftliche Grundlagen wie Genetik, Bioinformatik, Chemie, Physik, Mathematik oder molekulare Biologie. Module zur Vertiefung bestehen aus biophysikalischer Chemie, Genetik sowie biochemischen Methoden. Besonders das praktische Arbeiten nimmt einen großen Teil ein: Labor- und Forschungspraktika sind Pflicht und finden wegen des großen Umfangs auch in der vorlesungsfreien Zeit statt.

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Biologie

Winzige Gene, ganze Ökosysteme - Biologen wollen stets alles verstehen, was lebt. Sie erforschen Strukturen und Entwicklungen von Menschen, Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen, deren Lebensräume, ihre Wechselwirkungen untereinander und mit ihrer Umwelt. Dieses Wissen wird dann praktisch umgesetzt, oft in den Laboren der Lebensmittelindustrie oder biotechnologischen, pharmazeutischen und chemischen Industrie. Sie arbeiten dort etwa an der Entwicklung neuer Impfstoffe und überwachen die Zulassungen. Weniger Laborarbeit versprechen Jobs als Pharmareferent, als Gutachter für Behören und Medien oder - mit entsprechender Spezialisierung - in zoologischen und botanischen Gärten.

Einlicke ins Studium
Das Studium beginnt mit flottem Tempo. Etwa die Hälfte Ihrer Zeit sind Biologen mit Exkursionen und Laborarbeit beschäftigt. Daneben muss eine biologische und eine naturwissenschaftliche Grundausbildung bewältigt werden. Das bedeutet eine Mischung aus Mathematik, Physik und Chemie sowie Modulen wie beispielsweise Neuro-, Mikro- und Entwicklungsbiologie, Morphologie, Zoologie oder Genetik. Die Schwerpunktbildung ist an den Hochschulen jeweils unterschiedlich. Die Angebote reichen von Bioinformatik, Molekularbiologie, Parasitologie oder Neurobiologie bis hin zu Umweltwissenschaften.

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Biotechnologie, Bioingenieurwesen

Biotechnologie liegt im Kühlschrank! Zumindest ein Teil davon - denn sie steckt in Käse, Bier und Joghurt. Biotechnologen untersuchen Stoffumwandlungsprozesse lebender Organismen, wie Mikroorganismen, und ihrer Bestandteile (Zellen). Diese Erkenntnisse setzen sie in die technische Praxis und Produkte um. Beispiel Käseproduktion: Ein Enzym, das früher aus Kälbermägen gewonnen wurde, kann heute industriell hergestellt werden. Auch umweltfreundliche Wasserreinigung mit Mikroorganismen oder Herstellung von Medikamenten sind alltagsnahe Beispiele. Absolventen sind begehrte Fachkräfte in der Pharma-, Ernährungs-, Kosmetik- oder Pflanzenschutzindustrie und im Umweltschutz. Wegen der Brisanz von Themen wie Gentechnologie finden sich zunehmend Jobs in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Einblicke ins Studium
Im ersten Studienabschnitt wird ein fundiertes Wissen in Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Verfahrenstechnik erworben. Fachspezifische Grundlagen bieten Module wie Zell- und Mikrobiologie oder Genetik. Im weiteren Verlauf kommen vertiefende Module aus den Bereichen Chemie- und Bioreaktoren, Immunchemie, Umweltbiochemie, Molekulargenetik, Anatomie oder auch Apparate- und Anlagen- oder Fertigungstechnik dazu. Auch praktisches Arbeiten kommt nicht zu kurz: Labor- und Industriepraktika sowie Projektarbeiten sind oft Pflicht und sorgen für hohe Motivation in den Theoriemodulen.

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Chemie, Lebensmittelchemie

Sie blicken hinter die Kulissen - denn Chemiker sehen die Welt als eine Verbindung von Stoffen: Sie erforschen deren Aufbau und Eigenschaften, sie analysieren und verbessern Ausgangsstoffe, Herstellungsverfahren und erforschen, unter welchen Bedingungen chemische Reaktionen stattfinden. Ernährung, Energiegewinnung, Medizin, Umwelt: Chemiker erforschen zentrale Themen der Zukunft. Sie sind vorwiegend in der chemischen und pharmazeutischen Industrie beschäftigt, in Umwelt- oder Gesundheitsämtern und in der Kriminalistik (Spurensicherung) sowie Archäologie zur Altersbestimmung von Funden. Lebensmittelchemiker arbeiten außerdem in der Nahrungsmittelindustrie und Behörden (Trinkwasser- oder Lebensmittelkontrolle).

Einblicke ins Studium
Bereits zu Beginn des Studiums nimmt die Laborarbeit viel Raum ein. Daneben werden die klassischen Disziplinen organische, anorganische und physikalische Chemie, Mathematik, Physik und Analytik behandelt. Mögliche Wahlmodule sind Nanochemie, Photonik oder Toxikologie. Schwerpunktbildung ist in Bereichen wie theoretische und makromolekulare Chemie, Umwelt- oder Wasserchemie, Radiochemie oder Materialforschung wählbar. Im Studiengang Lebensmittelchemie werden außerdem biologische und mikrobiologische Methoden sowie lebensmittelrechtliche Aspekte vermittelt.

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Druck- und Medientechnik, Medieninformatik

Klassisch bis digital - wo Medien kommunizieren, sind Druck- und Medieningenieure am Werk. Das gilt für die Produktion, Konzeption und Koordination von Medien aber auch für den betriebswirtschaftlichen Bereich. Ingenieure der Drucktechnik befassen sich vorwiegend mit der Optimierung von Druckverfahren und -technologien oder auch der Beurteilung neuer Produktionsmittel. Sie behalten sowohl Kosten, Arbeitsabläufe als auch den Markt stets im Blick. In der Medientechnik dreht sich alles um den Entwurf und die Produktion audiovisueller Medien wie beispielsweise Film, Multimedia oder neue Medien, während sich die Medieninformatik mit dem Einsatz von IT-Technik befasst. Und zwar in allen Phasen der Erstellung von Medienprodukten wie etwa Multimediaanwendungen oder auch interaktive Lernsoftware. Insgesamt sind Druck- und Medieningenieure technisch und betriebswirtschaftlich sehr gut ausgebildet. In Medienbetrieben, Verlagen, Softwarefirmen, im Maschinenbau und sogar in PR- und Werbeagenturen sind ihre Kenntnisse gefragt.

Einblicke ins Studium
In der Drucktechnik werden neben naturwissenschaftlichen, statistischen und mathematischen auch viele betriebswirtschaftliche Kenntnisse gelehrt - zwei Bereiche, aus denen später das Vertiefungsfach gewählt wird. Auf dem allgemeinen Lehrplan stehen Module wie Druckverfahren, Medientechnik, Werkstoffe oder Controlling. Die Medientechnik geht noch einen Schritt weiter. Neben Naturwissenschaften sind Sozialwissenschaften, Kommunikation sowie Technik und Kunst relevante Fächer. Individuelle Schwerpunkte (TV, Print etc.) sind oft mit umfangreichen Projektarbeiten verknüpft. Im Bereich der Medieninformatik wird medienspezifisches Wissen mit Informatik verknüpft. Das erfordert Kenntnisse in Betriebssystemen, theoretischer Informatik, Mathematik aber auch Betriebswirtschaft. Vertiefung ist in Bereichen wie Medientheorie und -gestaltung, Programmierung oder Datenbanken möglich, in Kombination mit zahlreichen Projektarbeiten.

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Elektro- und Informationstechnik

Sie sind immer dabei - Elektro- und Informationstechniker begleiten und gestalten unseren Alltag. Sie entwickeln, berechnen und erproben Anlagen, Maschinen, Systeme und elektronische Bauelemente. Kurz: Sie schaffen die Grundlagen für neue Technologien, die uns stets begleiten - beginnend bei Strom bis hin zu Basistechnologien für Handys, Funknetze oder Autos.
Als begehrte Tüftler arbeiten sie vor allem in der Elektro-, Automobil- und Energiewirtschaft, im Maschinenbau, bei Mobilfunkfirmen oder im Dienstleistungssektor wie beispielsweise im Marketing oder in der Kundenbetreuung. Wer etwas Außergewöhnliches sucht, findet spannende Stellen in Redaktionen von Fachverlagen oder auch im Bereich alternativer Energiegewinnung.

Einblicke ins Studium
Die ersten drei Semester fordern vollen Denk-Einsatz: auf dem Plan stehen Mathematik, Physik, Elektrotechnik, Schaltungen und Regelungstechnik und Laborpraktika. Nach dieser Zeit kann man dann sein Vertiefungsfach wählen. Hier trennt sich in der Regel der "große" vom "kleinen" Bereich, also etwa die Automatisierungs- oder Gerätetechnik von beispielsweise Mikroelektronik oder Mikrosystemtechnik. Hier gilt: Besser vorab über das Hochschulangebot informieren, denn es entwickeln sich ständig neue Schwerpunkte, wie beispielsweise "Nanotechnologie". Universitäten bieten eine theoretisch-systematischere Ausbildung als Fachhochschulen. An beiden achtet man jedoch heute verstärkt auf fächerübergreifende Zusatzmodule wie "Technisches Englisch" oder "Controlling".

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Ernährungswissenschaften

Sie schwingen Taschenrechner statt Kochlöffel: Ernährungswissenschaftler sind Naturwissenschaftler mit medizinischem, wirtschafts-, kultur- und sozialwissenschaftlichem Hintergrund. Sie kennen die physiologischen, ökonomischen und technologischen Grundlagen richtiger, vollwertiger Ernährung. Diese wertvollen Kenntnisse sind in Zeiten zunehmender ernährungsbedingter Erkrankungen sehr gefragt: In Kantinen, Kliniken und Kureinrichtungen, in Lebensmittelindustrie und -handel, in der Beratung und natürlich auch in der Medizin- und der Pharma-Forschung. Alternative Jobs gibt es beispielsweise als Biokontrolleur in Öko-Kontrollstellen, in der Entwicklungshilfe oder als Insider im Marketing oder Journalismus, etwa im  Bereich öffentlicher  Aufklärung.

Einblicke ins Studium
Für angehende Naturwissenschaftler sind Grundlagen Pflichtprogramm an den Universitäten: Also unter anderem Mathematik, Chemie und Physik. Als Vertiefung stehen dann Module wie Lebensmittelrecht, -kontrolle und -toxikologie, Human- und Ernährungsbiologie oder Ernährungsmedizin zur Auswahl. Daneben kann man sich bereits in Bereichen wie Wirtschaft oder Produktionsmanagement spezialisieren. Fachhochschulen vermitteln die gleichen Grundlagen, oft wird jedoch vor dem Studienstart ein Vorpraktikum verlangt. Außerdem stehen auch Module in Psychologie oder Wirtschaft und Gesellschaft zur Auswahl und eine Profilbildung in den Bereichen Dienstleistung und Versorgung, Gesundheit, Verbraucherschutz und mehr ist meist möglich.

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Fahrzeugtechnik, Automotive Engineering und Verkehrstechnik

Mobilität ist mehr als Fahrzeuge, seine Bestandteile und der Verkehr. Und so hat dieser Ingenieursbereich gleich drei spannende Berufsfelder zu bieten. Ingenieure der Fahrzeugtechnik entwickeln und fertigen Fahrzeuge aller Art. Vorwiegend in der Kraftfahrzeugindustrie sind sie die Profis für Karosserie, Fahrwerk und Motoren sowie für innovative, elektronische Steuerungs- und Informationssysteme. Automotive Engineering befasst sich mit den ganz spezifischen Anforderungen der Automobilindustrie. Diese Ingenieure sind besonders bei Kfz-Zulieferbetrieben gefragt und treiben dort vor allem die Entwicklung elektronischer und mechanischer Systeme voran. Ingenieure der Verkehrstechnik gestalten das Zusammenwirken von Verkehrsmitteln und -systemen, ihre maximale Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Besonders gefragt sind sie in öffentlichen Verwaltungen, Verkehrsbetrieben, Transportunternehmen, Verkehrsleitzentralen und sogar Softwarehäusern. Wenn es um Mobilität geht, ist Umweltschutz ein wichtiger Faktor. Auch hier können Ingenieure ihr Wissen einbringen. Weitere berufliche Alternativen finden sich in der Kfz-Sicherheit (Crash-Tests, TÜV o.ä.) oder als Sachverständiger.

Einblicke ins Studium
Vor das Studium stellen die meisten Hochschulen oft ein mehrwöchiges Vorpraktikum. Wer das absolviert hat, lernt dann die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen. In der Fahrzeugtechnik liegt der Schwerpunkt auf Mathematik, Informatik und Elektrotechnik. Die angebotenen Vertiefungsfächer sind fahrzeugspezifisch orientiert wie Antriebstechnik, Fahrdynamik, CAD-Simulation oder Thermo- und Maschinendynamik. Im Bereich Automotive Engineering stehen Fächer wie Physik, Chemie und Mathematik im Vordergrund. Danach gibt es die Möglichkeit zur Vertiefung, beispielsweise in Automobiltechnik oder Systemtechnik elektronischer und mechanischer Systeme. Im Studienfach Verkehrstechnik stehen auch ingenieurwissenschaftliche Grundlagen an, doch zusätzlich wird ein Wahlpflichtfach, wie Verkehrsplanungstheorie oder Elektrotechnik, bestimmt. Nach diesem richtet sich dann die spezialisierte Ausbildung im Hauptstudium, die schon konkret auf den späteren Arbeitsbereich vorbereiten soll.

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Feinwerk- und Mikrotechnik

Der Blick in andere Welten - Alltag für Ingenieure der Feinwerk- und Mikrotechnik, denn sie arbeiten in der Welt winziger Maßstäbe. Sie konzipieren, entwickeln und produzieren miniaturisierte Bauteile und Systeme, welche sich dann in die Produkte unserer "großen Welt" integrieren lassen wie etwa innovative Chips und Sensoren für Herzschrittmacher, Airbags oder DVD-Player. Diese Bauteile werden immer kleiner und zugleich funktionaler, dank der Allrounder der Feinwerk- und Mikrotechnik. Sie kombinieren Elektronik-, Mechanik- und Softwarekomponenten neu und schaffen so die Basis für Innovationen. Talente, die besonders bei Herstellern für Geräte der Büro-, Haushalts- und Informationstechnik, Unterhaltungselektronik, Optik oder Medizintechnik gefragt sind.

Einblicke ins Studium
In den ersten Semestern überwiegen Übungen, Vorlesungen und Seminare sowie die Vermittlung technischer Grundlagen und Mathematik, Physik, Chemie, Werkstoffkunde oder auch Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Die Auswahl an Vertiefungsfächern ist je nach Hochschule sehr unterschiedlich - und auch sehr groß. Sie reicht beispielsweise von Fertigungs-, Prozessmess- oder Steuertechnik bis hin zu 3D-CAD-Konstruktion. Die Fachhochschulen bieten einen höheren Anwendungsbezug im Bereich der Vertiefungsfächer an. Doch auch an Universitäten können in Pflichtpraktika, Laborwochen oder Seminaren wie etwa "Modellbildung und Simulation" Kenntnisse praktisch angewandt werden.

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Geodäsie, Geoinformatik und Kartographie

Die Erde in Zahlen - so sehen sie Vermessungsingenieure und Kartographen. Denn sie vermessen den Lebensraum der Menschen und stellen die gewonnenen Daten in Karten oder anderen Informationssystemen dar. Sie bestimmen Grenzverläufe sowie Höhe, Drift und Form von Ländern und Kontinenten, werten die Daten zeichnerisch und rechnerisch aus und erstellen oder aktualisieren Karten und Pläne, auch heute noch teils mit Feder und Tusche! Arbeitsbereiche liegen in Vermessungsämtern und kartographischen Dienststellen, bei Navigationsdiensten oder kartographischen Verlagen. Alternativen sind die Selbstständigkeit als Berater etwa in Ingenieurbüros oder auch im Schuldienst.

Einblicke ins Studium
An den Universitäten stehen fachbezogene, naturwissenschaftlich-mathematische Grundlagen auf dem Lehrplan wie astronomische und physikalische Geodäsie, Geowissenschaften, Experimentalphysik oder Raumplanung. Angebote zur Spezialisierung sind jedoch so unterschiedlich, dass sich eine Recherche an den Instituten direkt lohnt. An Fachhochschulen teilt sich der Bereich: Kartographen bekommen Inhalte in darstellender Geometrie, Geomedientechnik, Datenmanagement oder Kartenredaktion vermittelt. Vermessungsingenieure dagegen lernen mathematisch-physikalische Grundlagen sowie Fachbezogenes wie Instrumenten- und Vermessungskunde, Geoinformationssysteme, Landvermessung und Bildverarbeitung. Vor dem Studienstart wird meist ein mehrwöchiges Vorpraktikum verlangt.

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Geographie

Der Boden der Tatsachen - hier liegt das Arbeitsgebiet von Geologen. Für sie steht die Erdoberfläche und ihre Beschaffenheit im Mittelpunkt, sowie ihre Nutzung unter dem Aspekt der gegenseitigen Einflüsse von Mensch, Raum und Umwelt. Sie analysieren und dokumentieren beispielsweise Auswirkungen von Eingriffen in das Gesamtsystem und die Bedeutung für Menschen und Kulturen. Damit bewegt sich die Geographie an der Grenze zwischen Natur- und Sozialwissenschaft. Geologen arbeiten bei Luftbild- und Fernerkundungsunternehmen, im Tourismus oder Umweltschutz, bei Wetterdiensten, Fachverlagen oder auch im Bereich Entwicklungshilfe.

Einblicke ins Studium
Angehende Geologen sind von Anfang an oft auf Achse: Geländekurse, Exkursionen und Praktika, auch im Labor, gehören zum Studienalltag unbedingt dazu. Außerdem stehen fachliche, arbeitsmethodische und sozialwissenschaftliche Grundlagen auf dem Lehrplan wie etwa Siedlungsgeographie, Soziologie, Bodenkunde, Klimatologie oder Geoinformatik. Vertiefungsangebote sind je nach Hochschule verschieden und entweder eher naturwissenschaftlich orientiert wie Regionalanalyse oder physische Geographie oder näher am Bereich der Sozialwissenschaften wie Humangeographie.

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Geowissenschaften

Die Erde dreht sich, und alles dreht sich um sie - besonders in den Geowissenschaften: Sie erforschen Aufbau, Entstehung und Entwicklung des sichtbaren Teils der Erde, der Erdkruste. Im Fokus stehen auch die  ökologischen und klimatischen Folgen von Rohstoffgewinnung, Grundwasser- und Bodennutzung. Häufig spezialisieren sich Geowissenschaftler auf ein Fachgebiet wie Geoökologie, Geotechnik, Meteorologie oder Mineralogie.
Je nach Fachbereich arbeiten Geowissenschaftler in Ingenieurbüros, im Consulting oder Umweltbereich zur Gutachtenerstellung, bei Bauunternehmen zur Planung von Bauvorhaben, bei Unternehmen der Rohstoffsuche und -gewinnung sowie in der Forschung.

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Zu Beginn müssen geowissenschaftliche, physikalische, biologische, chemische und mathematische Grundlagen gelernt werden - dazu gehören etwa Geoinformatik, -chemie und -physik, Sedimentologie oder Tektonik und Erdgeschichte. Je nach Studiengang folgt dann die unterschiedliche Schwerpunktbildung. In den Geowissenschaften kommen Module wie Astrophysik oder Lagerstättenforschung dazu. Während sich die Geoökologie auf Mineralogie, Hydrologie oder Bodenkunde konzentriert. Geotechnik setzt auf anwendungsorientierte Inhalte wie Bohrtechnik und Probenentnahme.
Zahlreiche Exkursionen und Geländeübungen sorgen für Abwechslung im Studienalltag.

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Informatik

Auf der Datenautobahn geben Informatiker Gas: Sie entwickeln Standardlösungen für die Praxis, beispielsweise zur Bewältigung großer Daten- und Informationsmengen oder zur Steuerung komplexer Produktionsabläufe. Das bedeutet zuerst, konkrete Problemstellungen in ein abstraktes Modell zu transferieren und daraus handhabbare Lösungen zu entwickeln. Aktuelle Stichworte sind Künstliche Intelligenz, Robotik oder Expertensysteme. Informatiker arbeiten vorwiegend als Softwareentwickler bei Banken, Versicherungen oder Softwareunternehmen oder in der Industrie als IT-Berater, Administratoren oder im Bereich Telekommunikation, Schulung oder alternativ auch verstärkt als Lehrer.

Einblicke ins Studium
Universitäten fokussieren die Methoden und das Entwickeln neuer Anwendungen, während konkrete Probleme der Praxis und ihre Optimierung eher Schwerpunkte an Fachhochschulen sind. Doch diese Abgrenzungen verschwimmen inzwischen immer mehr. Das Universitätsstudium beginnt mit Grundzügen der Programmierung, Datenstrukturen, Logik und Mathematik. Vertiefungsmodule und Nebenfächer bieten Inhalte in Software- oder Kommunikationstechnik, Simulation, Datenbanksysteme oder auch Physik und Mathematik. An Fachhochschulen wird mathematisches und physikalisches Basiswissen vermittelt, ergänzt mit fachwissenschaftlichen Vertiefungsmodulen wie Informations-, Betriebs- und Rechnersysteme, Softwarearchitektur oder Digitaltechnik. Die Schwerpunkte sind stark von der jeweiligen Hochschule abhängig - ein wichtiges Auswahlkriterium bei der Wahl des Studienortes.

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Lebensmitteltechnologie

Ein Beruf mit Geschmack: Lebensmittelingenieure verbessern unsere Ernährung in den unterschiedlichsten Bereichen. Sie entwickeln neue oder verbessern bestehende Inhaltsstoffe, Produkte oder Verfahren. Sie prüfen deren Qualität unter geschmacklichen, ökologischen, wirtschaftlichen und ernährungswissenschaftlichen Gesichtspunkten. Doch auch bei der Entwicklung von Anlagen für die Produktion oder Verpackung von Lebensmitteln sind diese Ingenieure gefragt. Zahlreiche Jobs findet man vorwiegend in der Lebensmittel- und Life-Science-Industrie. Im öffentlichen Dienst werden Lebensmittelingenieure im Gewerbeaufsichtsamt oder in der Lebensmittelüberwachung beschäftigt. Wer ein Plus an Kreativität zu bieten hat, kann seine Karriere in Marketing und Werbung oder als Journalist starten.

Einblicke ins Studium
Die Vermittlung eines naturwissenschaftlichen Grundwissens bildet die Basis, ergänzt durch lebensmittelspezifische, technische, ökologische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Die Basisfächer wie Mathematik, Chemie, Mikrobiologie oder auch Elektrotechnik, können später vertieft werden. Dazu kommt ein Wahlbereich wie etwa Umwelt-, Verpackungs- oder Steriltechnik, Molekularbiologie, Lebensmittelanalytik, Getreide- oder Obst- und Gemüsetechnologie. Fachhochschulen fordern zur Bewerbung oft schon ein Vorpraktikum. Außerdem werden im Studium betriebliche Praxisphasen sowie anwendungsbezogene Projektarbeiten verlangt.

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Luft- und Raumfahrttechnik

Ready for take off - Ingenieure der Luft- und Raumfahrttechnik realisieren den Traum vom Fliegen. Doch dieser Beruf verlangt nach Bodenhaftung, denn in Entwicklung, Bau und Betrieb von Luftfahrzeugen (Flugzeuge oder Hubschrauber) und ihren Komponenten bzw. von Raumtransportgeräten (Raketen) und Flugkörpern (Satelliten) ist maximale Zuverlässigkeit der Systeme ein Muss. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es vorwiegend im Luftfahrzeug- und Triebwerkbau oder der Metallindustrie. Wer Organisationsgeschick besitzt, kann zur Koordination des Flugbetriebs oder Überwachung des Luftverkehrs bei Fluggesellschaften oder an Flughäfen eingesetzt werden. Besonders im Bereich der Raumfahrttechnik sollte man auf ein hohes Maß an Internationalität vorbereitet sein.

Einblicke ins Studium
In den ersten Semestern ist das Studium an den Maschinenbau angelehnt, mit Mathematik, Elektrotechnik oder auch Mechanik als Basis. Später kommen spezielle Fächer wie Triebwerkbau, Strömungslehre oder Flugzeugelektronik dazu. Je nach Hochschule werden weitere interessante Schwerpunkte angeboten, beispielsweise Flugführungstechnik, Raumfahrttechnik oder auch Flugbetrieb und Luftverkehr. Fachhochschulen bieten mehr praxisbezogene Module wie Aerodynamik oder CAD-Konstruktion an. Außerdem Pflicht: Ein bis zwei Praxissemester und Fächer wie Englisch oder Management. Maximalen Praxisbezug bieten manche Fachhochschulen mit der Möglichkeit einer Flugausbildung.

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Maschinenbau

Bastler, Visionäre, Kreative - Maschinenbauingenieure sind von allem ein bisschen. Aber vor allem sind sie Spezialisten vieler Branchen, wo sie  Maschinen und Anlagen aller Art konstruieren und entwickeln. Ob sie Meerwasserentsalzungsanlagen, Kraftwerke oder Backstraßen konzipieren, sie haben auch stets die Optimierung von ökonomischen, ökologischen und qualitativen Aspekten im Blick. Komplexe Aufgaben also, die oft kreativ und im Team gelöst werden müssen. Je nach Spezialisierung orientieren sich Maschinenbauingenieure in Branchen wie Flugzeug- und Fahrzeugbau, Informationstechnologie oder Unternehmensberatung. Weitere interessante Bereiche liegen außerdem im Umweltschutz, bei emissionsfreien Industrieanlagen oder in der Wasseraufbereitung.

Einblicke ins Studium
Zum Studienbeginn werden technisch-naturwissenschaftliche Grundlagen, beispielsweise in Höherer Mathematik, Informatik und Experimentalphysik vermittelt. Die später wählbaren Anwendungsfächer legen bereits den zukünftigen Arbeitsbereich fest. Diese Auswahl fällt aber nicht leicht: von der Kfz-, Raumfahrt- und Energietechnik bis hin zu Reaktorsicherheit, die Möglichkeiten sind breit gefächert. Das Studium an Fachhochschule und Universitäten unterscheidet sich nur gering. Universitäten gehen früher auf spezielle Bereiche ein, bieten aber weniger praktische Übungen. Praktika sind meistens Pflicht - entweder vor oder während des Studiums.

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Mathematik

Wissen hoch 2: Mathematiker gelten als Denker und Praktiker in einem. Sie analysieren Probleme aller Art mit Hilfe von Numerik und Stochastik, übertragen sie in mathematische Modelle oder statistische Methoden und wenden sie auf Aufgabenstellungen aus der Industrie und Wirtschaft an. Beispiele kommen aus der Versicherungsbranche, wo Mathematiker mittels der Stochastik Risiken, Prämien und Tarife kalkulieren oder aus dem Bankgewerbe, für das sie Strategien zur optimalen Geldanlage entwickeln. Weitere Arbeitsbereiche liegen in der IT- und Pharmabranche (Forschungsauswertung), in der Markt- und Meinungsforschung, statistischen Ämtern oder im Finanzwesen. Berufliche Alternativen finden Mathematiker in Verlagen oder im Bereich Fachjournalismus.

Einblicke ins Studium
An Universitäten werden vorhandene Schulkenntnisse deutlich vertieft: Auf dem Plan stehen etwa Analysis, Lineare Algebra, Numerik oder Stochastik. Dazu kommen Module des jeweils gewählten Anwendungsgebietes Naturwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Medizin oder Technik sowie Module zu Methoden, Techniken und Grundzügen der Informatik. Die Grundlagenmodule an den Fachhochschulen sind in etwa gleich. Doch bereits am Anfang stehen hier auch Informatik, Programmieren und mathematische Software mit an vorderster Stelle. Spätere anwendungsbezogene Module setzen den Schwerpunkt in Wirtschafts- oder Industriemathematik. Entsprechende Praxisprojekte sind oft Pflicht.

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Mechatronik

Klug kombiniert - in den 90er Jahren wurde aus Mechanik, Elektronik und Informatik die Mechatronik. Für die Ingenieure bedeutet dies, dass sie in allen drei Gebieten Profis sein müssen, denn sie arbeiten an Schnittstellen der verschiedenen Bereiche: Aus informationstechnischen, mechanischen und elektrischen Bestandteilen konstruieren und entwickeln sie intelligente Maschinen und Geräte wie Airbags, Kameras oder CD-Player. In den Branchen Automatisierungs- und Fahrzeugtechnik, Telekommunikation, Robotik oder auch in der Unternehmensberatung sind die Ingenieure der Mechatronik gefragte Generalisten. Denn überall, wo es um moderne Technologien und Hightech geht, können sie ihr interdisziplinäres Wissen bestens einbringen.

Einblicke ins Studium
Natürlich werden auch im Studium alle drei Fachbereiche in Lehrveranstaltungen abgedeckt. Dazu kommen Grundlagen der Mathematik, Naturwissenschaften und wichtige ingenieurwissenschaftliche Basisfächer wie Statik, Dynamik, Antriebs-, Sensor- und Messtechnik, Werkstoffe oder Hydraulik. Spätere Vertiefungsangebote sind dann spezieller an der Mechatronik orientiert wie Mikrosystem-, Medizin- oder Schaltungstechnik, Sensoren oder Pneumatik. Ergänzt wird das Studium durch wichtige allgemeinwissenschaftliche Module wie technisches Englisch, Recht oder Betriebswirtschaft.

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Optische Technologien

Sie sorgen für Durchblick - Ingenieure der optischen Technologien sind in vielen Bereichen unentbehrlich. Ob es um neue Erkenntnisse über Krankheiten auf molekularer Ebene geht, Verkehrstechnologien wie Staumelder, Umweltschutz dank emissionsarmer Motoren, Messsysteme zur Schadstoffbelastung oder um optische Datenübertragung – überall sind diese Ingenieure am Werk. Sie entwickeln und forschen in allen Bereichen der Technik, die sich optischer Verfahren bedienen, in denen also Laser eine Rolle spielen, beispielsweise Medizin- und Halbleitertechnik oder Kommunikations- und Fernmeldetechnik. Die Herausforderung: eine gute Spürnase, denn sie müssen heute schon die Basis für Dinge entwickeln, die morgen gebraucht werden.

Einblicke ins Studium
Zu Beginn des Studiums stehen naturwissenschaftlich-technische Grundlagen und Fächer der klassischen technischen Optik auf dem Lehrplan ganz oben. Das bedeutet jede Menge Lernstoff in Physik und Mathematik, Vektorrechnen, Mechanik, Informatik oder auch Atom- und Molekularphysik. Je nach Vertiefungsrichtung kommen später Inhalte aus Laser-, Kommunikations- oder Mirkosystemtechnik, Materialbearbeitung oder Messtechnik dazu. Fächerübergreifend werden wichtige Inhalte wie Patentrecht oder Marketing angeboten. In das Studium eingegliedert ist oft auch der Studiengang Augenoptik – wer sich dafür entscheidet, muss meist eine abgeschlossene, relevante Berufsausbildung nachweisen.

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Physik, Physikalische Technik und Astronomie

Probieren und studieren: Physiker lernen oft durch Experimente alles über die Natur. Sie erforschen Naturgesetze und formulieren sie im mathematischen Modell. Dabei benutzen sie Hightech-Geräte, die sie selbst für Untersuchungen und Experimente konstruieren. Ihre Erkenntnisse setzen sie in konkrete Anwendungen um - etwa in die Verbesserung von Produkten und Funktionen. Das heißt: sie machen uns die Natur nutzbar, beispielsweise für modernste Medizin- und Diagnosetechnik oder zum Schutz der Umwelt. Überall, wo physikalische Ergebnisse in technische Entwicklungen einfließen, arbeiten Physiker und Physikingenieure: in Medizin- und Energietechnik, im Maschinen- und Gerätebau, in der Halbleiterindustrie, bei Patentämtern oder Forschungsinstituten. Wer sich im Studium auf Astronomie spezialisiert, findet Jobs in Planetarien oder Sternwarten.

Einblicke ins Studium
An der Universität nehmen anfangs vor allem Mathematik, Experimentalphysik und Theoretische Physik viel Zeit in Anspruch. Dazu kommen hochschulspezifische Vertiefungsgebiete sowie experimentelle/theoretische Arbeitsmethoden. Schwerpunkte liegen meist im Bereich Astronomie, Nano-, Laser-, Kern- oder Biophysik. Projektstudien und experimentelle Übungen sorgen für ausreichend Praxisbezug. Fachhochschulen bieten zu Beginn den gleichen Lehrplan - mit höherem Physikanteil. Dazu werden fachspezifische Module wie Thermodynamik, Elektronik oder Informatik und anwendungsbezogene Vertiefungsmodule wie Lasertechnologie, Spektroskopie oder Vakuumtechnik angeboten. Zahlreiche Laborpraktika ergänzen die Theorie.

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Produktionstechnik

Mehr Manager oder doch Techniker? Ingenieure der Produktionstechnik verbinden beides und das quer durch alle Branchen. Wo Produkte industriell hergestellt werden, lösen sie die möglichen technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Probleme. Der Manager in ihnen kümmert sich um die Reduktion der Kosten von Produktion und Logistik und um eine Null-Fehler-Produktion sowie optimalen Umweltschutz. Der Techniker in ihnen tüftelt gleichzeitig an der Entwicklung passender Maschinen, Werkzeuge und Steuerungstechniken, die dazu benötigt werden. Je nach Leidenschaft kann der Ingenieur auch seine Einsatzgebiete wählen: Nahrungs- oder Genussmittelindustrie, Kfz-, Textil- oder Papierindustrie oder Maschinen- und Anlagenbau.

Einblicke ins Studium
Das Studium vermittelt zu Beginn die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen wie Mathematik, Physik, CAD, Werkstoffkunde oder auch Informatik. Ergänzend dazu wird gleichzeitig ein betriebswirtschaftliches Basiswissen aufgebaut. Die angebotenen Module zur Vertiefung orientieren sich bereits am angestrebten Beruf: beispielsweise Fabrik- oder Produktionsplanung, CNC-Technik, Industrieroboter, Umweltschutz oder auch Personal- und Projektmanagement stehen ganz nach Interesse zur Wahl. Passend zur Vertiefung müssen dann weitere ergänzende Module im technischen oder managementorientierten Bereich belegt werden.

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Raumplanung

Immer zwischen den Stühlen - im Arbeitsalltag sitzen Raumplaner immer unbequem. Denn ihre Aufgabe ist es, die unterschiedlichen Anforderungen an die Raumnutzung und den sich daraus ergebenden Konflikten und Chancen zu analysieren. Nach Abwägung entwickeln sie dann geeignete Lösungen, die sowohl umwelt-, sozial- und wirtschaftsverträglich sind. Raumplaner arbeiten vorwiegend im öffentlichen Dienst (Wirtschaftsförderung, Stadtplanung oder Umweltschutz) aber auch in Parteien oder in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Besondere Herausforderungen finden Raumplaner beispielsweise im Bereich der Entwicklungshilfe.

Einblicke ins Studium
Raumplanung kann als Vollstudiengang absolviert werden. Häufiger entscheiden sich jedoch Absolventen verwandter Bachelor-Studiengänge wie Architektur, Geografie oder Vermessungswesen für einen anschließenden Master-Studiengang mit Schwerpunktsetzung in der räumlichen Planung. Zu den Lehrinhalten zählen raumplanerische Grundlagen aller Ebenen (Wohnumgebung, Stadtteile, Städte bis hin zu internationalen Räumen) sowie beispielsweise Soziologie, Umweltrecht, politische Ökonomie, Ver- und Entsorgungssysteme oder Verkehrswesen.

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Statistik

Auch der Zufall hat Grenzen - und diese werden von Statistikern ermittelt: Sie sammeln und interpretieren empirische Daten und stellen sie anschaulich dar. Anhand dessen können Aussagen getroffen, also statistische Gesetze formuliert werden, die als Entscheidungshilfe dienen können. Das reicht von der Finanzmarktentwicklung, über Medikamentenstudien bis hin zur Veränderung von Gen-Codes. Besonders hilfreich sind statistische Methoden dort, wo unberechenbare Zufallskomponenten eine Rolle spielen. Statistiker finden Stellen in der Medizin-, Pharma- oder Markt- und Sozialforschung, bei Banken, Versicherungen, Forschungsinstituten und statistischen Ämtern.

Einblicke ins Studium
Das Studium umfasst Statistik, Mathematik, Informatik sowie Angebote zu relevanten Anwendungsgebieten. Weitere Module können aus den verschiedenen Fachbereichen Statistik, Mathematik und Informatik gewählt werden. In einigen Fällen wird Statistik auch als Schwerpunkt eines Mathematikstudiums angeboten. Projektstudien und Praktika in bestimmten Anwendungsbereichen sorgen für einen wichtigen Praxisbezug im Studium, der auch die berufliche Orientierung bereits stark mitbestimmt. Unter anderem gibt es Angebote in Versicherungsstatistik, Psychometrie, Sozialforschung, Meteorologie, Arzneimittelforschung oder Agrarwissenschaften.

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Technisches Gesundheitswesen, Medizintechnik

Ingenieure als Lebensretter - in der Medizintechnik ist das möglich. Hier forschen und entwickeln Ingenieure medizinisch-technische Anlagen für alle Bereiche der Medizin. In diesem Fachbereich gibt es meist drei Studienrichtungen mit unterschiedlichem Berufsbild: In der Biomedizintechnik dreht sich alles um die Anforderungen aus medizinischer Praxis und ihre Umsetzung in industrielle Produkte (Implantate, Laser etc.). Die Ingenieure der Krankenhausbetriebstechnik kümmern sich um die technische Ausstattung von Praxen, Krankenhäusern oder Sanatorien. Sie beschaffen und kontrollieren medizintechnische Geräte und sorgen für Sicherheit während des Betriebs. Schließlich sorgen die Ingenieure der Umwelt- und Hygienetechnik für Gesundheit durch die Entwicklung von Anlagen zum Emissionsschutz oder auch der Abfall- und Abwasserentsorgung.

Einblicke ins Studium
Eine komplett medizintechnische Ausrichtung bieten fast ausschließlich Fachhochschulen. An Universitäten gibt es dagegen die Möglichkeit, sich mit einem Bachelor der Ingenieurwissenschaften in einem Masterstudium zu spezialisieren. In den Anfangssemestern sorgen Module aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich für Wissen in beispielsweise Mathematik, Anatomie, Physiologie oder Informatik. Je nach Ausrichtung des Studiengangs folgen Vertiefungsmodule wie Biomechanik, Kardiotechnik, medizinischer Gerätebau oder technische Orthopädie. Das Studium wird durch soziale, wirtschaftliche und sprachliche Fächer ergänzt.

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Textil- und Bekleidungstechnik

Toptechnik statt Topmodel - Ingenieure der Textil- oder Bekleidungstechnik haben den etwas anderen Blick auf Mode. In der Textiltechnik dreht sich alles um die Erzeugung und Weiterverarbeitung von Natur- und Chemiefasern, um das Färben, Veredeln und die Entwicklung von Textilmaschinen wie etwa Webstühle. Ingenieure der Bekleidungstechnik kümmern sich dann um die Weiterverarbeitung der Textilien zu Bekleidung. Ein besonderer Focus liegt dabei auf funktionellen Textilien (Stichwort: Sportbekleidung) und technischen Textilien wie Airbags, Feuerschutzanzüge oder sogar künstliche Blutgefäße. Daher bieten sich neben der textilen Branche auch Jobs in der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie an.

Einblicke ins Studium
Textil- oder Bekleidungstechnik wird als eigenständiger Studiengang fast nur an Fachhochschulen angeboten. Vereinzelt kann man sich auch an Universitäten nach dem Grundstudium oder Bachelor in Maschinenbau in dieser Fachrichtung spezialisieren. Zu Beginn stehen mathematische, naturwissenschaftlich-technische und einige fachspezifische Grundlagen wie Textilerzeugung oder textile Rohstoffe auf dem Lehrplan. Die anwendungsorientierte Vertiefung besteht aus Modulen wie Färberei, Polymerchemie, Textildruck, Weberei- und Maschinentechnologie oder CAD. Vor dem Studium lohnt sich eine gründliche Recherche, denn die Schwerpunkte werden je nach Hochschule ganz unterschiedlich gesetzt.

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Umweltschutz, Ökologie und Entsorgung

Ein echt "grüner Job" - für Umweltschutzingenieure stehen Mensch und Umwelt im Mittelpunkt. Ihr Ziel ist es, dass wir und unsere Natur möglichst wenig durch Schadstoffe, Lärm oder Rückstände belastet werden. Von Messungen zu Schadstoffdiagnosen, von Messprogrammen bis zur Abfallvermeidung und -entsorgung, von der Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und Verfahren bis zur Kontrolle gesetzlicher Regelungen: bei ihrer täglichen Arbeit schlagen sie eine Brücke zwischen Umwelt und Technik. Die "grünen Ingenieure" arbeiten überall dort, wo es um Entsorgung, Umweltanalyse und -technik geht. Doch auch in der Politik oder Öffentlichkeitsarbeit sind ihr Rat und Urteil gefragt.

Einblicke ins Studium
Das Universitätsstudium lässt sich grob in eine ingenieurwissenschaftlich-technische Ausrichtung und naturwissenschaftlich-analytische Ausrichtung gliedern. Danach richten sich die Angebote: Die Bandbreite reicht von Fächern wie Wasserreinhaltung, Entsorgung und Maschinenbau bis hin zu Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. An den Fachhochschulen ist dieses Studium einheitlicher gestaltet. Auf dem Lehrplan stehen Fächer der angewandten Naturwissenschaft und Technik wie Umweltanalytik, umweltgerechte Energietechnik oder technische Thermodynamik und ergänzend Umweltrecht.

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Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen

Verfahrenstechnik zum Frühstück: Wie aus Mais knackige Cornflakes werden, wissen diese Ingenieure. Sie sind wahre Verwandlungskünstler, die Wissenschaftler der Stoffumwandlung. Sie befassen sich mit der Gewinnung von Materialien und Rohstoffen, die sie mit chemischem Wissen zu einem Verfahren oder bestimmten Produkt verwandeln wie Öl zu Kunststoff. Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen werden oft synonym verwendet - einen Unterschied findet man meist nur in der Vertiefungsrichtung des Studiums. Dank der breit gefächerten Ausbildung sind sie in vielen Branchen gefragt: in der Pharma- und Lebensmittelindustrie oder petrochemischen Industrie, Energieerzeugung und Umweltschutz oder bei Behörden.

Einblicke ins Studium
Die Ingenieurwissenschaft mit Fächern wie Chemie, Physik, Biologie, Maschinenzeichnen oder CAD bildet die Grundlage des Universitätsstudiums. Hinzu kommt eine Einführung in verfahrenstechnische Produktion und darauf aufbauende Module wie Apparatebau, Verfahrens-, Bioverfahrenstechnik oder technische Chemie. Die Schwerpunkte liegen in Bereichen wie Biotechnologie, Umweltschutz-, Lebensmittel- oder Medizintechnik. An Fachhochschulen verläuft das Studium ähnlich, nur die Wahlpflichtmodule werden durch Projektarbeiten ergänzt und Schwerpunkte wie Umwelt- und Biotechnik, Lackingenieurwesen oder Textil sind stärker anwendungsbezogen orientiert.

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Versorgungstechnik, Technische Gebäudeausrüstung

Licht auf Knopfdruck - ermöglicht wird das von Ingenieuren der Versorgungstechnik bzw. der Technischen Gebäudeausrüstung. Ihr Alltag dreht sich um die Technik, die in Räumen und Gebäuden aller Art zur Versorgung mit Energie und Stoffen wie Wasser bzw. zur Entsorgung von Abfallprodukten nötig ist. Sie machen also einen Raum oder ein Gebäude erst nutzbar. Häufigste Arbeitgeber sind Betriebe der Heizungs-, Sanitär- und Lüftungstechnik, Behörden, Baufirmen und Versorgungsbetriebe. Zudem wird auch der Umweltschutz in diesem Bereich immer wichtiger: Maßnahmen zur Wärmedämmung, Ressourceneinsparung und innovative Energieträger gehören heute ebenfalls in ihren spannenden Aufgabenbereich.

Einblicke ins Studium
Dieser Fachbereich muss stets schnell auf Innovationen reagieren, dennoch blieb die Grundlagenausbildung nahezu konstant: Mathematik, Physik und Chemie sowie ingenieurwissenschaftliche Fächer wie Elektro-, Mess- oder Energietechnik bilden die Basis. Die Spezialisierung richtet sich dann nach dem gewählten Studiengang, wobei die Auswahl sehr groß ist und je nach Hochschule meist unterschiedlich benannt wird. Möglich sind beispielsweise die Fachrichtungen Technische Gebäudeausrüstung, Umwelt- und Energietechnik, Entsorgungstechnik oder Facility-Management. Oft werden diese auch im Rahmen eines anderen ingenieurwissenschaftlichen Studiums angeboten.

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Werkstoff- und Materialwissenschaften, Werkstofftechnik, Baustoffe und Papiertechnik

Vom Atom zur Turbine - Werkstoffingenieure forschen oft im Kleinen und entwickeln daraus Großes: Sie untersuchen den strukturellen Aufbau von Materialien und Stoffen, ihre Eigenschaften und welche Auswirkungen Strukturveränderungen haben können. Darauf aufbauend optimieren oder entwickeln sie neue Materialeigenschaften, um innovative Anwendungen zu ermöglichen. Ein Beispiel ist die Oberfläche künstlicher Gelenke, die vom Körper optimal angenommen wird. Je nach Spezialisierung auf einen bestimmten Werkstoff wie etwa Papier, Metall oder Kunststoff, arbeiten Werkstoffingenieure in der Entwicklung und Forschung der Industrie. Aber auch bei Patentanwälten oder in Verlagen können sie ihr Fachwissen anwenden.

Einblicke ins Studium
Neben dem allgemeinen Studium der Werkstoffwissenschaften oder Werkstofftechnik gibt es auch Spezialrichtungen wie Metallurgie, Oberflächen-, Papier- oder Kunststofftechnik. An allen Hochschulen steht zu Beginn die Vermittlung naturwissenschaftlich-technischer und ingenieursspezifischer Inhalte im Vordergrund wie Mathematik, Chemie, Physik, technische Mechanik etc. An der Universität lernt man später die ganze Palette moderner Werkstoffgruppen kennen und kann sich über ein Wahlfach spezialisieren, wobei auch Spezialrichtungen wie etwa Eisenhüttenkunde, Metallurgie oder Kunststofftechnik möglich sind. An Fachhochschulen dagegen kann man sich entscheiden: Das klassische Angebot umfasst die Studiengänge Werkstoff-, Papier-, Oberflächentechnik, Keramik-Glas, Metallkunde und Kunststofftechnik.

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Wirtschaftsinformatik

Wer braucht was, wann und wo? Viele Fragen für einen Experten: den Wirtschaftsinformatiker. Er weiß, welche Daten im Unternehmen gesammelt werden müssen und wer diese an welcher Stelle benötigt. Beispiel: Der Einkauf muss genau wissen, wann die Produktion welche Teile braucht, um diese dann zum richtigen Zeitpunkt zu bestellen. Um solche Fragestellungen zu lösen und entsprechende Datenmengen zu handhaben, sind Kenntnisse in Informatik und Betriebswirtschaft notwendig. Wirtschaftsinformatiker arbeiten in nahezu allen Branchen in Bereichen wie etwa Logistik, Controlling, Marketing oder Projektplanung. Durch die Umstellung auf E-Business, E-Finance und E-Government werden in Zukunft weitere, neue Jobs geschaffen werden.

Einblicke ins Studium
Das Studium beginnt mit Grundlagen der Fächer Betriebswirtschaftslehre, Informatik und Wirtschaftsinformatik. Der Bereich Informatik orientiert sich stark an praktischem Wissen wie dem Aufbau von Datenbanken oder Programmiersprachen. Mathematik und Rechtswissenschaft kommen ergänzend hinzu, später gewinnen konkrete Abläufe wie Logistik oder Unternehmensführung an Bedeutung. Generell lernen angehende Wirtschaftsinformatiker immer beides: Betriebswirtschaft und Informatik, die Schwerpunkte hängen dabei aber sehr von der jeweiligen Hochschule ab. Studienprojekte, Praktika und sogar Exkursionen gehören zum Studienalltag, manchmal sogar in die vorlesungsfreie Zeit.

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Wirtschaftsingenieurwesen

Ein Studium, doppeltes Wissen - Wirtschaftingenieure sind Ingenieure und Betriebswirte, sie verbinden technischen Sachverstand mit ökonomischer Urteilskraft. Als echte Generalisten planen und entwickeln oder optimieren sie Betriebsabläufe im Hinblick auf technische Effizienz und maximale Wirtschaftlichkeit. Doch nicht nur in der Produktion, auch im Controlling oder im Finanz- und Rechnungswesen, in der Softwareentwicklung oder im Marketing erobern sie sich zunehmend attraktive Managerposten. In welche Branche sich Wirtschaftingenieure orientieren, hängt dabei stark von der gewählten ingenieurwissenschaftlichen Studienrichtung ab. Generell arbeiten sie in Handels- und Industrieunternehmen aller Wirtschaftszweige sowie im Dienstleistungsgewerbe.

Einblicke ins Studium
Wirtschaftsingenieurwesen kann auf verschiedenen Wegen studiert werden. Das Simultanstudium ist eine Möglichkeit: Hier studiert man eine Ingenieurwissenschaft wie zum Beispiel Maschinenbau, Bauingenieur o.ä. und Wirtschaftswissenschaften gleichzeitig! Die andere Möglichkeit ist ein Aufbau- oder Zusatzstudium im Anschluss an ein abgeschlossenes Ingenieurstudium. Neben den Fächern in der gewählten Ingenieurfachrichtung stehen an Universitäten und Fachhochschulen zusätzliche Module wie Finanz- und Rechnungswesen, Wirtschaftsrecht, Logistik oder Marketing mit auf dem Lehrplan.

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Agrar- und Forstwissenschaften, Gartenbau

Einen 360º-Blick auf unsere Natur: für Agrar- und Forstwissenschaftler ein Muss. Denn sie beschäftigen sich mit allen wirtschaftlichen, ökologischen, technischen und sozialen Themen rund um den Ausgleich von wirtschaftlicher Nutzung der Natur, ökologischer Pflege und Bewahrung. Sie gestalten Landschaften und Städte, sichern die Qualität landwirtschaftlicher Rohstoffe, erforschen den Einfluss von Menschen auf die Umwelt (Boden, Klima etc.) sowie neue Methoden der Pflanzen- und Viehzucht. Wer sich gerne mit Natur beschäftigt, aber lieber im Bereich Pflanzenanbau und -produktion bleiben möchte, ist eher im Studiengang Gartenbau richtig. Kernthemen im Arbeitsalltag von  Gartenbauingenieuren sind moderne Pflanzenproduktion, nachhaltige Ressourcennutzung und biologischer Pflanzenschutz. Dieses Wissen kommt sowohl im Handel und der Industrie als auch in der Forschung und im Wissenschaftsjournalismus zur Anwendung. Agrar- und Forstwissenschaftler arbeiten traditionell bei öffentlich-rechtlichen Arbeitgebern (Ämter, Verbände, Anstalten, Behörden etc.). Je nach Spezialisierung im Studium eröffnen sich Alternativen im Management (z.B.in der Lebensmitteltechnologie), in botanischen Gärten und Naturparks, in der Forschung von Unternehmen (z.B. Saatgutzüchtung oder Pflanzenschutz) als Entwicklungshelfer (z.B. für Wiederaufforstungsprojekte).

Einblicke ins Studium
Zu Beginn des Uni-Studiums der Agrar- und Forstwissenschaften bilden sozial- und naturwissenschaftliche Basismodule wie Chemie, Botanik, Zoologie und Physik aber auch Spezielles wie Forstrecht, Klimatologie und Betriebslehre die Hauptsache. Die Möglichkeiten der späteren individuellen Vertiefung reichen von Agrarökonomie, -business oder -informatik über Waldökologie, forstliche Betriebswirtschaft und Umweltwissenschaften bis zu Naturschutz, Umweltrecht und sogar Weinbau oder Holztechnik. Fachhochschulen vermitteln in etwa die gleichen Grundlagen und auch die Vertiefungsmodule sind nahezu gleich. Aber Vorsicht, denn ob Uni oder FH: Eine gewisse körperliche Belastbarkeit ist für Praxisaufgaben und Praktika unerlässlich. Im Gartenbaustudium stehen in den ersten Semestern an Uni und FH naturwissenschaftliche und die gärtnerische Pflanzenproduktion an erster Stelle. Spannende Zusatzmodule wie Meteorologie, Bodenkunde, Genetik oder Zierpflanzenbau lockern den Stundenplan auf. Eine Vertiefung aus den Bereichen Biologie, Ökologie, Pflanzenbau, Technik oder Ökonomie kann gewählt werden.

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Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur

Kunst oder Wissenschaft - Architektur ist beides. Daher zeichnen sich Architekten aller Fachbereiche sowohl durch technisch-mathematisches Verständnis als auch durch hohe Kreativität aus.
Architekten entwerfen und planen Gebäude oder Stadträume am Modell oder in 3D-Animationen und haben stets Dinge wie Wirtschaftlichkeit, Baunormen, statische Berechnungen und Energieeffizienz im Blick - im Büro oder auch als Bauleiter direkt vor Ort. Sie arbeiten vorwiegend als Angestellte oder freischaffend in Architekturbüros, in der Bauwirtschaft, Bauämtern oder als Berater in Unternehmen. Spannende Alternativen gibt es im Bereich Virtual Design, Facility Management oder auch in der Denkmalpflege bis hin zum Bühnenbild. Zu Landschaftsarchitekten gibt es einen großen Unterschied: Diese nutzen Mittel zur Gestaltung, welche sich dynamisch verändern, wie etwa Pflanzen, Oberflächen, Hecken etc. Sie kümmern sich um Planung und Bau, Entwicklung, Erhalt und Rekultivierung von Außenräumen und Freiflächen. Diese Kenntnisse sind in Garten-, Friedhofs- und anderen Ämtern nützlich, aber auch in den Bereichen Freizeitplanung, Gartendenkmalpflege oder Artenschutzplanung.

Einblicke ins Studium
Im Studienfach Architektur sorgt ein strukturiertes Grundstudium für ein breites Basiswissen: von der "Baukunst im alten Rom" bis hin zu "Energiespartechnik" und "Baurecht" - maximale Abwechslung steht auf dem Lehrplan. Im Hauptstudium wird ein Vertiefungsgebiet frei gewählt, beispielsweise Management, Rechtswissenschaft oder Landschaftsplanung. Wichtige Fächer wie Baukonstruktion oder Entwerfen werden obligatorisch intensiviert. Kreatives Entwerfen am Computer und beim Modellbau ist im Studium sehr wichtig. Aber daneben sorgen Fächer wie Mathematik, Statik und Baurecht für großen Lernaufwand. An den Fachhochschulen werden außerdem oft praxisorientierte Studienprojekte und fächerübergreifende Angebote wie etwa Fremdsprachen, angeboten. Ähnliche Kenntnisse werden bei den Landschaftsarchitekten vermittelt: alle künstlerisch-gestalterische, technische, natur- und gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen plus das sogenannte Projektstudium. Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, in welchen alltägliche Probleme des Fachbereichs im Team gelöst werden sollen. Vertiefende Module sind beispielsweise Ressourcenmanagement, Gartendenkmalpflege oder Planungsinformatik.

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Bauingenieurwesen

Hoch oben oder im Untergrund - egal wo und was gebaut wird, Bauingenieure planen und berechnen Bauten wie etwa Brücken, Türme, Straßen, Flughäfen oder auch Windenergieanlagen. Als Analytiker und Organisationstalente kümmern sie sich neben ihrem Kerngeschäft Planen und Bauen hauptsächlich um Bauleitung und Bauaufsicht, Baurecht, technischen Service, Verwaltung und Umweltschutz am Bau. Bauingenieure arbeiten meist in Ingenieurbüros, Baufirmen, im Wasserbau oder in der öffentlichen Verwaltung. Wer sich außerdem für Umwelt und Gesellschaft engagieren möchte, arbeitet in der Entwicklungshilfe (Beispiel: Bewässerungsanlagen) oder in öko- und baubiologischen Projekten.

Einblicke ins Studium
Das modulare Grundstudium besteht vorwiegend aus Naturwissenschaften wie höhere Mathematik, Physik, Mechanik und Geometrie. Daneben wird praktisches Basiswissen wie Wasserbau, Verkehrswesen oder konstruktiver Ingenieurbau gelehrt. Die ersten drei Semester bestehen aus einem straffen Programm: Bauingenieure werden zu Generalisten ausgebildet, bevor sie sich im Haupt- bzw. Masterstudium spezialisieren können. Die Vertiefungsangebote variieren stark je nach Hochschule. Die allgemein häufigsten Angebote sind Baumanagement, Geo- oder Umwelttechnik, konstruktiver Ingenieurbau oder Verkehrswesen. Während die Universitäten ein breites theoretisches Wissen vermitteln, arbeiten die Fachhochschulen näher an der Praxis und erwarten oft zusätzliche Praktika.

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Biochemie

Die inneren Werte zählen - besonders für Biochemiker, denn sie erforschen Zellen von Lebewesen und alle dort stattfindenden chemischen und physikalisch-chemischen Prozesse wie etwa Stoffwechselvorgänge. Auf molekularer Ebene analysieren sie Strukturen, Eigenschaften und Funktionsweisen von Zellen - wichtige Erkenntnisse, die beispielsweise bei der Herstellung eines neuen Medikaments den Durchbruch bringen. Typische Arbeitsbereiche sind neben der chemisch-pharmazeutischen Industrie vorwiegend Forschungsinstitute sowie Lebensmittel-, Pflanzenschutz- und Reinigungsmittelhersteller. Alternativen bieten sich im Patentwesen, Umweltschutz und im Wissenschaftsjournalismus.

Einblicke ins Studium
Biochemie wird an den meisten Hochschulen als Schwerpunkt eines Biologie- oder Chemiestudiums angeboten. Wer sich gleich für den eigenständigen Studiengang entscheidet, lernt in den ersten Semestern naturwissenschaftliche Grundlagen wie Genetik, Bioinformatik, Chemie, Physik, Mathematik oder molekulare Biologie. Module zur Vertiefung bestehen aus biophysikalischer Chemie, Genetik sowie biochemischen Methoden. Besonders das praktische Arbeiten nimmt einen großen Teil ein: Labor- und Forschungspraktika sind Pflicht und finden wegen des großen Umfangs auch in der vorlesungsfreien Zeit statt.

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Biologie

Winzige Gene, ganze Ökosysteme - Biologen wollen stets alles verstehen, was lebt. Sie erforschen Strukturen und Entwicklungen von Menschen, Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen, deren Lebensräume, ihre Wechselwirkungen untereinander und mit ihrer Umwelt. Dieses Wissen wird dann praktisch umgesetzt, oft in den Laboren der Lebensmittelindustrie oder biotechnologischen, pharmazeutischen und chemischen Industrie. Sie arbeiten dort etwa an der Entwicklung neuer Impfstoffe und überwachen die Zulassungen. Weniger Laborarbeit versprechen Jobs als Pharmareferent, als Gutachter für Behören und Medien oder - mit entsprechender Spezialisierung - in zoologischen und botanischen Gärten.

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Das Studium beginnt mit flottem Tempo. Etwa die Hälfte Ihrer Zeit sind Biologen mit Exkursionen und Laborarbeit beschäftigt. Daneben muss eine biologische und eine naturwissenschaftliche Grundausbildung bewältigt werden. Das bedeutet eine Mischung aus Mathematik, Physik und Chemie sowie Modulen wie beispielsweise Neuro-, Mikro- und Entwicklungsbiologie, Morphologie, Zoologie oder Genetik. Die Schwerpunktbildung ist an den Hochschulen jeweils unterschiedlich. Die Angebote reichen von Bioinformatik, Molekularbiologie, Parasitologie oder Neurobiologie bis hin zu Umweltwissenschaften.

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Biotechnologie, Bioingenieurwesen

Biotechnologie liegt im Kühlschrank! Zumindest ein Teil davon - denn sie steckt in Käse, Bier und Joghurt. Biotechnologen untersuchen Stoffumwandlungsprozesse lebender Organismen, wie Mikroorganismen, und ihrer Bestandteile (Zellen). Diese Erkenntnisse setzen sie in die technische Praxis und Produkte um. Beispiel Käseproduktion: Ein Enzym, das früher aus Kälbermägen gewonnen wurde, kann heute industriell hergestellt werden. Auch umweltfreundliche Wasserreinigung mit Mikroorganismen oder Herstellung von Medikamenten sind alltagsnahe Beispiele. Absolventen sind begehrte Fachkräfte in der Pharma-, Ernährungs-, Kosmetik- oder Pflanzenschutzindustrie und im Umweltschutz. Wegen der Brisanz von Themen wie Gentechnologie finden sich zunehmend Jobs in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

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Im ersten Studienabschnitt wird ein fundiertes Wissen in Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Verfahrenstechnik erworben. Fachspezifische Grundlagen bieten Module wie Zell- und Mikrobiologie oder Genetik. Im weiteren Verlauf kommen vertiefende Module aus den Bereichen Chemie- und Bioreaktoren, Immunchemie, Umweltbiochemie, Molekulargenetik, Anatomie oder auch Apparate- und Anlagen- oder Fertigungstechnik dazu. Auch praktisches Arbeiten kommt nicht zu kurz: Labor- und Industriepraktika sowie Projektarbeiten sind oft Pflicht und sorgen für hohe Motivation in den Theoriemodulen.

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Chemie, Lebensmittelchemie

Sie blicken hinter die Kulissen - denn Chemiker sehen die Welt als eine Verbindung von Stoffen: Sie erforschen deren Aufbau und Eigenschaften, sie analysieren und verbessern Ausgangsstoffe, Herstellungsverfahren und erforschen, unter welchen Bedingungen chemische Reaktionen stattfinden. Ernährung, Energiegewinnung, Medizin, Umwelt: Chemiker erforschen zentrale Themen der Zukunft. Sie sind vorwiegend in der chemischen und pharmazeutischen Industrie beschäftigt, in Umwelt- oder Gesundheitsämtern und in der Kriminalistik (Spurensicherung) sowie Archäologie zur Altersbestimmung von Funden. Lebensmittelchemiker arbeiten außerdem in der Nahrungsmittelindustrie und Behörden (Trinkwasser- oder Lebensmittelkontrolle).

Einblicke ins Studium
Bereits zu Beginn des Studiums nimmt die Laborarbeit viel Raum ein. Daneben werden die klassischen Disziplinen organische, anorganische und physikalische Chemie, Mathematik, Physik und Analytik behandelt. Mögliche Wahlmodule sind Nanochemie, Photonik oder Toxikologie. Schwerpunktbildung ist in Bereichen wie theoretische und makromolekulare Chemie, Umwelt- oder Wasserchemie, Radiochemie oder Materialforschung wählbar. Im Studiengang Lebensmittelchemie werden außerdem biologische und mikrobiologische Methoden sowie lebensmittelrechtliche Aspekte vermittelt.

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Druck- und Medientechnik, Medieninformatik

Klassisch bis digital - wo Medien kommunizieren, sind Druck- und Medieningenieure am Werk. Das gilt für die Produktion, Konzeption und Koordination von Medien aber auch für den betriebswirtschaftlichen Bereich. Ingenieure der Drucktechnik befassen sich vorwiegend mit der Optimierung von Druckverfahren und -technologien oder auch der Beurteilung neuer Produktionsmittel. Sie behalten sowohl Kosten, Arbeitsabläufe als auch den Markt stets im Blick. In der Medientechnik dreht sich alles um den Entwurf und die Produktion audiovisueller Medien wie beispielsweise Film, Multimedia oder neue Medien, während sich die Medieninformatik mit dem Einsatz von IT-Technik befasst. Und zwar in allen Phasen der Erstellung von Medienprodukten wie etwa Multimediaanwendungen oder auch interaktive Lernsoftware. Insgesamt sind Druck- und Medieningenieure technisch und betriebswirtschaftlich sehr gut ausgebildet. In Medienbetrieben, Verlagen, Softwarefirmen, im Maschinenbau und sogar in PR- und Werbeagenturen sind ihre Kenntnisse gefragt.

Einblicke ins Studium
In der Drucktechnik werden neben naturwissenschaftlichen, statistischen und mathematischen auch viele betriebswirtschaftliche Kenntnisse gelehrt - zwei Bereiche, aus denen später das Vertiefungsfach gewählt wird. Auf dem allgemeinen Lehrplan stehen Module wie Druckverfahren, Medientechnik, Werkstoffe oder Controlling. Die Medientechnik geht noch einen Schritt weiter. Neben Naturwissenschaften sind Sozialwissenschaften, Kommunikation sowie Technik und Kunst relevante Fächer. Individuelle Schwerpunkte (TV, Print etc.) sind oft mit umfangreichen Projektarbeiten verknüpft. Im Bereich der Medieninformatik wird medienspezifisches Wissen mit Informatik verknüpft. Das erfordert Kenntnisse in Betriebssystemen, theoretischer Informatik, Mathematik aber auch Betriebswirtschaft. Vertiefung ist in Bereichen wie Medientheorie und -gestaltung, Programmierung oder Datenbanken möglich, in Kombination mit zahlreichen Projektarbeiten.

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Elektro- und Informationstechnik

Sie sind immer dabei - Elektro- und Informationstechniker begleiten und gestalten unseren Alltag. Sie entwickeln, berechnen und erproben Anlagen, Maschinen, Systeme und elektronische Bauelemente. Kurz: Sie schaffen die Grundlagen für neue Technologien, die uns stets begleiten - beginnend bei Strom bis hin zu Basistechnologien für Handys, Funknetze oder Autos.
Als begehrte Tüftler arbeiten sie vor allem in der Elektro-, Automobil- und Energiewirtschaft, im Maschinenbau, bei Mobilfunkfirmen oder im Dienstleistungssektor wie beispielsweise im Marketing oder in der Kundenbetreuung. Wer etwas Außergewöhnliches sucht, findet spannende Stellen in Redaktionen von Fachverlagen oder auch im Bereich alternativer Energiegewinnung.

Einblicke ins Studium
Die ersten drei Semester fordern vollen Denk-Einsatz: auf dem Plan stehen Mathematik, Physik, Elektrotechnik, Schaltungen und Regelungstechnik und Laborpraktika. Nach dieser Zeit kann man dann sein Vertiefungsfach wählen. Hier trennt sich in der Regel der "große" vom "kleinen" Bereich, also etwa die Automatisierungs- oder Gerätetechnik von beispielsweise Mikroelektronik oder Mikrosystemtechnik. Hier gilt: Besser vorab über das Hochschulangebot informieren, denn es entwickeln sich ständig neue Schwerpunkte, wie beispielsweise "Nanotechnologie". Universitäten bieten eine theoretisch-systematischere Ausbildung als Fachhochschulen. An beiden achtet man jedoch heute verstärkt auf fächerübergreifende Zusatzmodule wie "Technisches Englisch" oder "Controlling".

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Ernährungswissenschaften

Sie schwingen Taschenrechner statt Kochlöffel: Ernährungswissenschaftler sind Naturwissenschaftler mit medizinischem, wirtschafts-, kultur- und sozialwissenschaftlichem Hintergrund. Sie kennen die physiologischen, ökonomischen und technologischen Grundlagen richtiger, vollwertiger Ernährung. Diese wertvollen Kenntnisse sind in Zeiten zunehmender ernährungsbedingter Erkrankungen sehr gefragt: In Kantinen, Kliniken und Kureinrichtungen, in Lebensmittelindustrie und -handel, in der Beratung und natürlich auch in der Medizin- und der Pharma-Forschung. Alternative Jobs gibt es beispielsweise als Biokontrolleur in Öko-Kontrollstellen, in der Entwicklungshilfe oder als Insider im Marketing oder Journalismus, etwa im  Bereich öffentlicher  Aufklärung.

Einblicke ins Studium
Für angehende Naturwissenschaftler sind Grundlagen Pflichtprogramm an den Universitäten: Also unter anderem Mathematik, Chemie und Physik. Als Vertiefung stehen dann Module wie Lebensmittelrecht, -kontrolle und -toxikologie, Human- und Ernährungsbiologie oder Ernährungsmedizin zur Auswahl. Daneben kann man sich bereits in Bereichen wie Wirtschaft oder Produktionsmanagement spezialisieren. Fachhochschulen vermitteln die gleichen Grundlagen, oft wird jedoch vor dem Studienstart ein Vorpraktikum verlangt. Außerdem stehen auch Module in Psychologie oder Wirtschaft und Gesellschaft zur Auswahl und eine Profilbildung in den Bereichen Dienstleistung und Versorgung, Gesundheit, Verbraucherschutz und mehr ist meist möglich.

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Fahrzeugtechnik, Automotive Engineering und Verkehrstechnik

Mobilität ist mehr als Fahrzeuge, seine Bestandteile und der Verkehr. Und so hat dieser Ingenieursbereich gleich drei spannende Berufsfelder zu bieten. Ingenieure der Fahrzeugtechnik entwickeln und fertigen Fahrzeuge aller Art. Vorwiegend in der Kraftfahrzeugindustrie sind sie die Profis für Karosserie, Fahrwerk und Motoren sowie für innovative, elektronische Steuerungs- und Informationssysteme. Automotive Engineering befasst sich mit den ganz spezifischen Anforderungen der Automobilindustrie. Diese Ingenieure sind besonders bei Kfz-Zulieferbetrieben gefragt und treiben dort vor allem die Entwicklung elektronischer und mechanischer Systeme voran. Ingenieure der Verkehrstechnik gestalten das Zusammenwirken von Verkehrsmitteln und -systemen, ihre maximale Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Besonders gefragt sind sie in öffentlichen Verwaltungen, Verkehrsbetrieben, Transportunternehmen, Verkehrsleitzentralen und sogar Softwarehäusern. Wenn es um Mobilität geht, ist Umweltschutz ein wichtiger Faktor. Auch hier können Ingenieure ihr Wissen einbringen. Weitere berufliche Alternativen finden sich in der Kfz-Sicherheit (Crash-Tests, TÜV o.ä.) oder als Sachverständiger.

Einblicke ins Studium
Vor das Studium stellen die meisten Hochschulen oft ein mehrwöchiges Vorpraktikum. Wer das absolviert hat, lernt dann die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen. In der Fahrzeugtechnik liegt der Schwerpunkt auf Mathematik, Informatik und Elektrotechnik. Die angebotenen Vertiefungsfächer sind fahrzeugspezifisch orientiert wie Antriebstechnik, Fahrdynamik, CAD-Simulation oder Thermo- und Maschinendynamik. Im Bereich Automotive Engineering stehen Fächer wie Physik, Chemie und Mathematik im Vordergrund. Danach gibt es die Möglichkeit zur Vertiefung, beispielsweise in Automobiltechnik oder Systemtechnik elektronischer und mechanischer Systeme. Im Studienfach Verkehrstechnik stehen auch ingenieurwissenschaftliche Grundlagen an, doch zusätzlich wird ein Wahlpflichtfach, wie Verkehrsplanungstheorie oder Elektrotechnik, bestimmt. Nach diesem richtet sich dann die spezialisierte Ausbildung im Hauptstudium, die schon konkret auf den späteren Arbeitsbereich vorbereiten soll.

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Feinwerk- und Mikrotechnik

Der Blick in andere Welten - Alltag für Ingenieure der Feinwerk- und Mikrotechnik, denn sie arbeiten in der Welt winziger Maßstäbe. Sie konzipieren, entwickeln und produzieren miniaturisierte Bauteile und Systeme, welche sich dann in die Produkte unserer "großen Welt" integrieren lassen wie etwa innovative Chips und Sensoren für Herzschrittmacher, Airbags oder DVD-Player. Diese Bauteile werden immer kleiner und zugleich funktionaler, dank der Allrounder der Feinwerk- und Mikrotechnik. Sie kombinieren Elektronik-, Mechanik- und Softwarekomponenten neu und schaffen so die Basis für Innovationen. Talente, die besonders bei Herstellern für Geräte der Büro-, Haushalts- und Informationstechnik, Unterhaltungselektronik, Optik oder Medizintechnik gefragt sind.

Einblicke ins Studium
In den ersten Semestern überwiegen Übungen, Vorlesungen und Seminare sowie die Vermittlung technischer Grundlagen und Mathematik, Physik, Chemie, Werkstoffkunde oder auch Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Die Auswahl an Vertiefungsfächern ist je nach Hochschule sehr unterschiedlich - und auch sehr groß. Sie reicht beispielsweise von Fertigungs-, Prozessmess- oder Steuertechnik bis hin zu 3D-CAD-Konstruktion. Die Fachhochschulen bieten einen höheren Anwendungsbezug im Bereich der Vertiefungsfächer an. Doch auch an Universitäten können in Pflichtpraktika, Laborwochen oder Seminaren wie etwa "Modellbildung und Simulation" Kenntnisse praktisch angewandt werden.

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Geodäsie, Geoinformatik und Kartographie

Die Erde in Zahlen - so sehen sie Vermessungsingenieure und Kartographen. Denn sie vermessen den Lebensraum der Menschen und stellen die gewonnenen Daten in Karten oder anderen Informationssystemen dar. Sie bestimmen Grenzverläufe sowie Höhe, Drift und Form von Ländern und Kontinenten, werten die Daten zeichnerisch und rechnerisch aus und erstellen oder aktualisieren Karten und Pläne, auch heute noch teils mit Feder und Tusche! Arbeitsbereiche liegen in Vermessungsämtern und kartographischen Dienststellen, bei Navigationsdiensten oder kartographischen Verlagen. Alternativen sind die Selbstständigkeit als Berater etwa in Ingenieurbüros oder auch im Schuldienst.

Einblicke ins Studium
An den Universitäten stehen fachbezogene, naturwissenschaftlich-mathematische Grundlagen auf dem Lehrplan wie astronomische und physikalische Geodäsie, Geowissenschaften, Experimentalphysik oder Raumplanung. Angebote zur Spezialisierung sind jedoch so unterschiedlich, dass sich eine Recherche an den Instituten direkt lohnt. An Fachhochschulen teilt sich der Bereich: Kartographen bekommen Inhalte in darstellender Geometrie, Geomedientechnik, Datenmanagement oder Kartenredaktion vermittelt. Vermessungsingenieure dagegen lernen mathematisch-physikalische Grundlagen sowie Fachbezogenes wie Instrumenten- und Vermessungskunde, Geoinformationssysteme, Landvermessung und Bildverarbeitung. Vor dem Studienstart wird meist ein mehrwöchiges Vorpraktikum verlangt.

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Geographie

Der Boden der Tatsachen - hier liegt das Arbeitsgebiet von Geologen. Für sie steht die Erdoberfläche und ihre Beschaffenheit im Mittelpunkt, sowie ihre Nutzung unter dem Aspekt der gegenseitigen Einflüsse von Mensch, Raum und Umwelt. Sie analysieren und dokumentieren beispielsweise Auswirkungen von Eingriffen in das Gesamtsystem und die Bedeutung für Menschen und Kulturen. Damit bewegt sich die Geographie an der Grenze zwischen Natur- und Sozialwissenschaft. Geologen arbeiten bei Luftbild- und Fernerkundungsunternehmen, im Tourismus oder Umweltschutz, bei Wetterdiensten, Fachverlagen oder auch im Bereich Entwicklungshilfe.

Einblicke ins Studium
Angehende Geologen sind von Anfang an oft auf Achse: Geländekurse, Exkursionen und Praktika, auch im Labor, gehören zum Studienalltag unbedingt dazu. Außerdem stehen fachliche, arbeitsmethodische und sozialwissenschaftliche Grundlagen auf dem Lehrplan wie etwa Siedlungsgeographie, Soziologie, Bodenkunde, Klimatologie oder Geoinformatik. Vertiefungsangebote sind je nach Hochschule verschieden und entweder eher naturwissenschaftlich orientiert wie Regionalanalyse oder physische Geographie oder näher am Bereich der Sozialwissenschaften wie Humangeographie.

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Geowissenschaften

Die Erde dreht sich, und alles dreht sich um sie - besonders in den Geowissenschaften: Sie erforschen Aufbau, Entstehung und Entwicklung des sichtbaren Teils der Erde, der Erdkruste. Im Fokus stehen auch die  ökologischen und klimatischen Folgen von Rohstoffgewinnung, Grundwasser- und Bodennutzung. Häufig spezialisieren sich Geowissenschaftler auf ein Fachgebiet wie Geoökologie, Geotechnik, Meteorologie oder Mineralogie.
Je nach Fachbereich arbeiten Geowissenschaftler in Ingenieurbüros, im Consulting oder Umweltbereich zur Gutachtenerstellung, bei Bauunternehmen zur Planung von Bauvorhaben, bei Unternehmen der Rohstoffsuche und -gewinnung sowie in der Forschung.

Einlicke ins Studium
Zu Beginn müssen geowissenschaftliche, physikalische, biologische, chemische und mathematische Grundlagen gelernt werden - dazu gehören etwa Geoinformatik, -chemie und -physik, Sedimentologie oder Tektonik und Erdgeschichte. Je nach Studiengang folgt dann die unterschiedliche Schwerpunktbildung. In den Geowissenschaften kommen Module wie Astrophysik oder Lagerstättenforschung dazu. Während sich die Geoökologie auf Mineralogie, Hydrologie oder Bodenkunde konzentriert. Geotechnik setzt auf anwendungsorientierte Inhalte wie Bohrtechnik und Probenentnahme.
Zahlreiche Exkursionen und Geländeübungen sorgen für Abwechslung im Studienalltag.

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Informatik

Auf der Datenautobahn geben Informatiker Gas: Sie entwickeln Standardlösungen für die Praxis, beispielsweise zur Bewältigung großer Daten- und Informationsmengen oder zur Steuerung komplexer Produktionsabläufe. Das bedeutet zuerst, konkrete Problemstellungen in ein abstraktes Modell zu transferieren und daraus handhabbare Lösungen zu entwickeln. Aktuelle Stichworte sind Künstliche Intelligenz, Robotik oder Expertensysteme. Informatiker arbeiten vorwiegend als Softwareentwickler bei Banken, Versicherungen oder Softwareunternehmen oder in der Industrie als IT-Berater, Administratoren oder im Bereich Telekommunikation, Schulung oder alternativ auch verstärkt als Lehrer.

Einblicke ins Studium
Universitäten fokussieren die Methoden und das Entwickeln neuer Anwendungen, während konkrete Probleme der Praxis und ihre Optimierung eher Schwerpunkte an Fachhochschulen sind. Doch diese Abgrenzungen verschwimmen inzwischen immer mehr. Das Universitätsstudium beginnt mit Grundzügen der Programmierung, Datenstrukturen, Logik und Mathematik. Vertiefungsmodule und Nebenfächer bieten Inhalte in Software- oder Kommunikationstechnik, Simulation, Datenbanksysteme oder auch Physik und Mathematik. An Fachhochschulen wird mathematisches und physikalisches Basiswissen vermittelt, ergänzt mit fachwissenschaftlichen Vertiefungsmodulen wie Informations-, Betriebs- und Rechnersysteme, Softwarearchitektur oder Digitaltechnik. Die Schwerpunkte sind stark von der jeweiligen Hochschule abhängig - ein wichtiges Auswahlkriterium bei der Wahl des Studienortes.

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Lebensmitteltechnologie

Ein Beruf mit Geschmack: Lebensmittelingenieure verbessern unsere Ernährung in den unterschiedlichsten Bereichen. Sie entwickeln neue oder verbessern bestehende Inhaltsstoffe, Produkte oder Verfahren. Sie prüfen deren Qualität unter geschmacklichen, ökologischen, wirtschaftlichen und ernährungswissenschaftlichen Gesichtspunkten. Doch auch bei der Entwicklung von Anlagen für die Produktion oder Verpackung von Lebensmitteln sind diese Ingenieure gefragt. Zahlreiche Jobs findet man vorwiegend in der Lebensmittel- und Life-Science-Industrie. Im öffentlichen Dienst werden Lebensmittelingenieure im Gewerbeaufsichtsamt oder in der Lebensmittelüberwachung beschäftigt. Wer ein Plus an Kreativität zu bieten hat, kann seine Karriere in Marketing und Werbung oder als Journalist starten.

Einblicke ins Studium
Die Vermittlung eines naturwissenschaftlichen Grundwissens bildet die Basis, ergänzt durch lebensmittelspezifische, technische, ökologische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Die Basisfächer wie Mathematik, Chemie, Mikrobiologie oder auch Elektrotechnik, können später vertieft werden. Dazu kommt ein Wahlbereich wie etwa Umwelt-, Verpackungs- oder Steriltechnik, Molekularbiologie, Lebensmittelanalytik, Getreide- oder Obst- und Gemüsetechnologie. Fachhochschulen fordern zur Bewerbung oft schon ein Vorpraktikum. Außerdem werden im Studium betriebliche Praxisphasen sowie anwendungsbezogene Projektarbeiten verlangt.

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Luft- und Raumfahrttechnik

Ready for take off - Ingenieure der Luft- und Raumfahrttechnik realisieren den Traum vom Fliegen. Doch dieser Beruf verlangt nach Bodenhaftung, denn in Entwicklung, Bau und Betrieb von Luftfahrzeugen (Flugzeuge oder Hubschrauber) und ihren Komponenten bzw. von Raumtransportgeräten (Raketen) und Flugkörpern (Satelliten) ist maximale Zuverlässigkeit der Systeme ein Muss. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es vorwiegend im Luftfahrzeug- und Triebwerkbau oder der Metallindustrie. Wer Organisationsgeschick besitzt, kann zur Koordination des Flugbetriebs oder Überwachung des Luftverkehrs bei Fluggesellschaften oder an Flughäfen eingesetzt werden. Besonders im Bereich der Raumfahrttechnik sollte man auf ein hohes Maß an Internationalität vorbereitet sein.

Einblicke ins Studium
In den ersten Semestern ist das Studium an den Maschinenbau angelehnt, mit Mathematik, Elektrotechnik oder auch Mechanik als Basis. Später kommen spezielle Fächer wie Triebwerkbau, Strömungslehre oder Flugzeugelektronik dazu. Je nach Hochschule werden weitere interessante Schwerpunkte angeboten, beispielsweise Flugführungstechnik, Raumfahrttechnik oder auch Flugbetrieb und Luftverkehr. Fachhochschulen bieten mehr praxisbezogene Module wie Aerodynamik oder CAD-Konstruktion an. Außerdem Pflicht: Ein bis zwei Praxissemester und Fächer wie Englisch oder Management. Maximalen Praxisbezug bieten manche Fachhochschulen mit der Möglichkeit einer Flugausbildung.

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Maschinenbau

Bastler, Visionäre, Kreative - Maschinenbauingenieure sind von allem ein bisschen. Aber vor allem sind sie Spezialisten vieler Branchen, wo sie  Maschinen und Anlagen aller Art konstruieren und entwickeln. Ob sie Meerwasserentsalzungsanlagen, Kraftwerke oder Backstraßen konzipieren, sie haben auch stets die Optimierung von ökonomischen, ökologischen und qualitativen Aspekten im Blick. Komplexe Aufgaben also, die oft kreativ und im Team gelöst werden müssen. Je nach Spezialisierung orientieren sich Maschinenbauingenieure in Branchen wie Flugzeug- und Fahrzeugbau, Informationstechnologie oder Unternehmensberatung. Weitere interessante Bereiche liegen außerdem im Umweltschutz, bei emissionsfreien Industrieanlagen oder in der Wasseraufbereitung.

Einblicke ins Studium
Zum Studienbeginn werden technisch-naturwissenschaftliche Grundlagen, beispielsweise in Höherer Mathematik, Informatik und Experimentalphysik vermittelt. Die später wählbaren Anwendungsfächer legen bereits den zukünftigen Arbeitsbereich fest. Diese Auswahl fällt aber nicht leicht: von der Kfz-, Raumfahrt- und Energietechnik bis hin zu Reaktorsicherheit, die Möglichkeiten sind breit gefächert. Das Studium an Fachhochschule und Universitäten unterscheidet sich nur gering. Universitäten gehen früher auf spezielle Bereiche ein, bieten aber weniger praktische Übungen. Praktika sind meistens Pflicht - entweder vor oder während des Studiums.

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Mathematik

Wissen hoch 2: Mathematiker gelten als Denker und Praktiker in einem. Sie analysieren Probleme aller Art mit Hilfe von Numerik und Stochastik, übertragen sie in mathematische Modelle oder statistische Methoden und wenden sie auf Aufgabenstellungen aus der Industrie und Wirtschaft an. Beispiele kommen aus der Versicherungsbranche, wo Mathematiker mittels der Stochastik Risiken, Prämien und Tarife kalkulieren oder aus dem Bankgewerbe, für das sie Strategien zur optimalen Geldanlage entwickeln. Weitere Arbeitsbereiche liegen in der IT- und Pharmabranche (Forschungsauswertung), in der Markt- und Meinungsforschung, statistischen Ämtern oder im Finanzwesen. Berufliche Alternativen finden Mathematiker in Verlagen oder im Bereich Fachjournalismus.

Einblicke ins Studium
An Universitäten werden vorhandene Schulkenntnisse deutlich vertieft: Auf dem Plan stehen etwa Analysis, Lineare Algebra, Numerik oder Stochastik. Dazu kommen Module des jeweils gewählten Anwendungsgebietes Naturwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Medizin oder Technik sowie Module zu Methoden, Techniken und Grundzügen der Informatik. Die Grundlagenmodule an den Fachhochschulen sind in etwa gleich. Doch bereits am Anfang stehen hier auch Informatik, Programmieren und mathematische Software mit an vorderster Stelle. Spätere anwendungsbezogene Module setzen den Schwerpunkt in Wirtschafts- oder Industriemathematik. Entsprechende Praxisprojekte sind oft Pflicht.

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Mechatronik

Klug kombiniert - in den 90er Jahren wurde aus Mechanik, Elektronik und Informatik die Mechatronik. Für die Ingenieure bedeutet dies, dass sie in allen drei Gebieten Profis sein müssen, denn sie arbeiten an Schnittstellen der verschiedenen Bereiche: Aus informationstechnischen, mechanischen und elektrischen Bestandteilen konstruieren und entwickeln sie intelligente Maschinen und Geräte wie Airbags, Kameras oder CD-Player. In den Branchen Automatisierungs- und Fahrzeugtechnik, Telekommunikation, Robotik oder auch in der Unternehmensberatung sind die Ingenieure der Mechatronik gefragte Generalisten. Denn überall, wo es um moderne Technologien und Hightech geht, können sie ihr interdisziplinäres Wissen bestens einbringen.

Einblicke ins Studium
Natürlich werden auch im Studium alle drei Fachbereiche in Lehrveranstaltungen abgedeckt. Dazu kommen Grundlagen der Mathematik, Naturwissenschaften und wichtige ingenieurwissenschaftliche Basisfächer wie Statik, Dynamik, Antriebs-, Sensor- und Messtechnik, Werkstoffe oder Hydraulik. Spätere Vertiefungsangebote sind dann spezieller an der Mechatronik orientiert wie Mikrosystem-, Medizin- oder Schaltungstechnik, Sensoren oder Pneumatik. Ergänzt wird das Studium durch wichtige allgemeinwissenschaftliche Module wie technisches Englisch, Recht oder Betriebswirtschaft.

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Optische Technologien

Sie sorgen für Durchblick - Ingenieure der optischen Technologien sind in vielen Bereichen unentbehrlich. Ob es um neue Erkenntnisse über Krankheiten auf molekularer Ebene geht, Verkehrstechnologien wie Staumelder, Umweltschutz dank emissionsarmer Motoren, Messsysteme zur Schadstoffbelastung oder um optische Datenübertragung – überall sind diese Ingenieure am Werk. Sie entwickeln und forschen in allen Bereichen der Technik, die sich optischer Verfahren bedienen, in denen also Laser eine Rolle spielen, beispielsweise Medizin- und Halbleitertechnik oder Kommunikations- und Fernmeldetechnik. Die Herausforderung: eine gute Spürnase, denn sie müssen heute schon die Basis für Dinge entwickeln, die morgen gebraucht werden.

Einblicke ins Studium
Zu Beginn des Studiums stehen naturwissenschaftlich-technische Grundlagen und Fächer der klassischen technischen Optik auf dem Lehrplan ganz oben. Das bedeutet jede Menge Lernstoff in Physik und Mathematik, Vektorrechnen, Mechanik, Informatik oder auch Atom- und Molekularphysik. Je nach Vertiefungsrichtung kommen später Inhalte aus Laser-, Kommunikations- oder Mirkosystemtechnik, Materialbearbeitung oder Messtechnik dazu. Fächerübergreifend werden wichtige Inhalte wie Patentrecht oder Marketing angeboten. In das Studium eingegliedert ist oft auch der Studiengang Augenoptik – wer sich dafür entscheidet, muss meist eine abgeschlossene, relevante Berufsausbildung nachweisen.

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Physik, Physikalische Technik und Astronomie

Probieren und studieren: Physiker lernen oft durch Experimente alles über die Natur. Sie erforschen Naturgesetze und formulieren sie im mathematischen Modell. Dabei benutzen sie Hightech-Geräte, die sie selbst für Untersuchungen und Experimente konstruieren. Ihre Erkenntnisse setzen sie in konkrete Anwendungen um - etwa in die Verbesserung von Produkten und Funktionen. Das heißt: sie machen uns die Natur nutzbar, beispielsweise für modernste Medizin- und Diagnosetechnik oder zum Schutz der Umwelt. Überall, wo physikalische Ergebnisse in technische Entwicklungen einfließen, arbeiten Physiker und Physikingenieure: in Medizin- und Energietechnik, im Maschinen- und Gerätebau, in der Halbleiterindustrie, bei Patentämtern oder Forschungsinstituten. Wer sich im Studium auf Astronomie spezialisiert, findet Jobs in Planetarien oder Sternwarten.

Einblicke ins Studium
An der Universität nehmen anfangs vor allem Mathematik, Experimentalphysik und Theoretische Physik viel Zeit in Anspruch. Dazu kommen hochschulspezifische Vertiefungsgebiete sowie experimentelle/theoretische Arbeitsmethoden. Schwerpunkte liegen meist im Bereich Astronomie, Nano-, Laser-, Kern- oder Biophysik. Projektstudien und experimentelle Übungen sorgen für ausreichend Praxisbezug. Fachhochschulen bieten zu Beginn den gleichen Lehrplan - mit höherem Physikanteil. Dazu werden fachspezifische Module wie Thermodynamik, Elektronik oder Informatik und anwendungsbezogene Vertiefungsmodule wie Lasertechnologie, Spektroskopie oder Vakuumtechnik angeboten. Zahlreiche Laborpraktika ergänzen die Theorie.

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Produktionstechnik

Mehr Manager oder doch Techniker? Ingenieure der Produktionstechnik verbinden beides und das quer durch alle Branchen. Wo Produkte industriell hergestellt werden, lösen sie die möglichen technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Probleme. Der Manager in ihnen kümmert sich um die Reduktion der Kosten von Produktion und Logistik und um eine Null-Fehler-Produktion sowie optimalen Umweltschutz. Der Techniker in ihnen tüftelt gleichzeitig an der Entwicklung passender Maschinen, Werkzeuge und Steuerungstechniken, die dazu benötigt werden. Je nach Leidenschaft kann der Ingenieur auch seine Einsatzgebiete wählen: Nahrungs- oder Genussmittelindustrie, Kfz-, Textil- oder Papierindustrie oder Maschinen- und Anlagenbau.

Einblicke ins Studium
Das Studium vermittelt zu Beginn die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen wie Mathematik, Physik, CAD, Werkstoffkunde oder auch Informatik. Ergänzend dazu wird gleichzeitig ein betriebswirtschaftliches Basiswissen aufgebaut. Die angebotenen Module zur Vertiefung orientieren sich bereits am angestrebten Beruf: beispielsweise Fabrik- oder Produktionsplanung, CNC-Technik, Industrieroboter, Umweltschutz oder auch Personal- und Projektmanagement stehen ganz nach Interesse zur Wahl. Passend zur Vertiefung müssen dann weitere ergänzende Module im technischen oder managementorientierten Bereich belegt werden.

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Raumplanung

Immer zwischen den Stühlen - im Arbeitsalltag sitzen Raumplaner immer unbequem. Denn ihre Aufgabe ist es, die unterschiedlichen Anforderungen an die Raumnutzung und den sich daraus ergebenden Konflikten und Chancen zu analysieren. Nach Abwägung entwickeln sie dann geeignete Lösungen, die sowohl umwelt-, sozial- und wirtschaftsverträglich sind. Raumplaner arbeiten vorwiegend im öffentlichen Dienst (Wirtschaftsförderung, Stadtplanung oder Umweltschutz) aber auch in Parteien oder in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Besondere Herausforderungen finden Raumplaner beispielsweise im Bereich der Entwicklungshilfe.

Einblicke ins Studium
Raumplanung kann als Vollstudiengang absolviert werden. Häufiger entscheiden sich jedoch Absolventen verwandter Bachelor-Studiengänge wie Architektur, Geografie oder Vermessungswesen für einen anschließenden Master-Studiengang mit Schwerpunktsetzung in der räumlichen Planung. Zu den Lehrinhalten zählen raumplanerische Grundlagen aller Ebenen (Wohnumgebung, Stadtteile, Städte bis hin zu internationalen Räumen) sowie beispielsweise Soziologie, Umweltrecht, politische Ökonomie, Ver- und Entsorgungssysteme oder Verkehrswesen.

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Statistik

Auch der Zufall hat Grenzen - und diese werden von Statistikern ermittelt: Sie sammeln und interpretieren empirische Daten und stellen sie anschaulich dar. Anhand dessen können Aussagen getroffen, also statistische Gesetze formuliert werden, die als Entscheidungshilfe dienen können. Das reicht von der Finanzmarktentwicklung, über Medikamentenstudien bis hin zur Veränderung von Gen-Codes. Besonders hilfreich sind statistische Methoden dort, wo unberechenbare Zufallskomponenten eine Rolle spielen. Statistiker finden Stellen in der Medizin-, Pharma- oder Markt- und Sozialforschung, bei Banken, Versicherungen, Forschungsinstituten und statistischen Ämtern.

Einblicke ins Studium
Das Studium umfasst Statistik, Mathematik, Informatik sowie Angebote zu relevanten Anwendungsgebieten. Weitere Module können aus den verschiedenen Fachbereichen Statistik, Mathematik und Informatik gewählt werden. In einigen Fällen wird Statistik auch als Schwerpunkt eines Mathematikstudiums angeboten. Projektstudien und Praktika in bestimmten Anwendungsbereichen sorgen für einen wichtigen Praxisbezug im Studium, der auch die berufliche Orientierung bereits stark mitbestimmt. Unter anderem gibt es Angebote in Versicherungsstatistik, Psychometrie, Sozialforschung, Meteorologie, Arzneimittelforschung oder Agrarwissenschaften.

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Technisches Gesundheitswesen, Medizintechnik

Ingenieure als Lebensretter - in der Medizintechnik ist das möglich. Hier forschen und entwickeln Ingenieure medizinisch-technische Anlagen für alle Bereiche der Medizin. In diesem Fachbereich gibt es meist drei Studienrichtungen mit unterschiedlichem Berufsbild: In der Biomedizintechnik dreht sich alles um die Anforderungen aus medizinischer Praxis und ihre Umsetzung in industrielle Produkte (Implantate, Laser etc.). Die Ingenieure der Krankenhausbetriebstechnik kümmern sich um die technische Ausstattung von Praxen, Krankenhäusern oder Sanatorien. Sie beschaffen und kontrollieren medizintechnische Geräte und sorgen für Sicherheit während des Betriebs. Schließlich sorgen die Ingenieure der Umwelt- und Hygienetechnik für Gesundheit durch die Entwicklung von Anlagen zum Emissionsschutz oder auch der Abfall- und Abwasserentsorgung.

Einblicke ins Studium
Eine komplett medizintechnische Ausrichtung bieten fast ausschließlich Fachhochschulen. An Universitäten gibt es dagegen die Möglichkeit, sich mit einem Bachelor der Ingenieurwissenschaften in einem Masterstudium zu spezialisieren. In den Anfangssemestern sorgen Module aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich für Wissen in beispielsweise Mathematik, Anatomie, Physiologie oder Informatik. Je nach Ausrichtung des Studiengangs folgen Vertiefungsmodule wie Biomechanik, Kardiotechnik, medizinischer Gerätebau oder technische Orthopädie. Das Studium wird durch soziale, wirtschaftliche und sprachliche Fächer ergänzt.

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Textil- und Bekleidungstechnik

Toptechnik statt Topmodel - Ingenieure der Textil- oder Bekleidungstechnik haben den etwas anderen Blick auf Mode. In der Textiltechnik dreht sich alles um die Erzeugung und Weiterverarbeitung von Natur- und Chemiefasern, um das Färben, Veredeln und die Entwicklung von Textilmaschinen wie etwa Webstühle. Ingenieure der Bekleidungstechnik kümmern sich dann um die Weiterverarbeitung der Textilien zu Bekleidung. Ein besonderer Focus liegt dabei auf funktionellen Textilien (Stichwort: Sportbekleidung) und technischen Textilien wie Airbags, Feuerschutzanzüge oder sogar künstliche Blutgefäße. Daher bieten sich neben der textilen Branche auch Jobs in der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie an.

Einblicke ins Studium
Textil- oder Bekleidungstechnik wird als eigenständiger Studiengang fast nur an Fachhochschulen angeboten. Vereinzelt kann man sich auch an Universitäten nach dem Grundstudium oder Bachelor in Maschinenbau in dieser Fachrichtung spezialisieren. Zu Beginn stehen mathematische, naturwissenschaftlich-technische und einige fachspezifische Grundlagen wie Textilerzeugung oder textile Rohstoffe auf dem Lehrplan. Die anwendungsorientierte Vertiefung besteht aus Modulen wie Färberei, Polymerchemie, Textildruck, Weberei- und Maschinentechnologie oder CAD. Vor dem Studium lohnt sich eine gründliche Recherche, denn die Schwerpunkte werden je nach Hochschule ganz unterschiedlich gesetzt.

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Umweltschutz, Ökologie und Entsorgung

Ein echt "grüner Job" - für Umweltschutzingenieure stehen Mensch und Umwelt im Mittelpunkt. Ihr Ziel ist es, dass wir und unsere Natur möglichst wenig durch Schadstoffe, Lärm oder Rückstände belastet werden. Von Messungen zu Schadstoffdiagnosen, von Messprogrammen bis zur Abfallvermeidung und -entsorgung, von der Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und Verfahren bis zur Kontrolle gesetzlicher Regelungen: bei ihrer täglichen Arbeit schlagen sie eine Brücke zwischen Umwelt und Technik. Die "grünen Ingenieure" arbeiten überall dort, wo es um Entsorgung, Umweltanalyse und -technik geht. Doch auch in der Politik oder Öffentlichkeitsarbeit sind ihr Rat und Urteil gefragt.

Einblicke ins Studium
Das Universitätsstudium lässt sich grob in eine ingenieurwissenschaftlich-technische Ausrichtung und naturwissenschaftlich-analytische Ausrichtung gliedern. Danach richten sich die Angebote: Die Bandbreite reicht von Fächern wie Wasserreinhaltung, Entsorgung und Maschinenbau bis hin zu Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. An den Fachhochschulen ist dieses Studium einheitlicher gestaltet. Auf dem Lehrplan stehen Fächer der angewandten Naturwissenschaft und Technik wie Umweltanalytik, umweltgerechte Energietechnik oder technische Thermodynamik und ergänzend Umweltrecht.

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Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen

Verfahrenstechnik zum Frühstück: Wie aus Mais knackige Cornflakes werden, wissen diese Ingenieure. Sie sind wahre Verwandlungskünstler, die Wissenschaftler der Stoffumwandlung. Sie befassen sich mit der Gewinnung von Materialien und Rohstoffen, die sie mit chemischem Wissen zu einem Verfahren oder bestimmten Produkt verwandeln wie Öl zu Kunststoff. Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen werden oft synonym verwendet - einen Unterschied findet man meist nur in der Vertiefungsrichtung des Studiums. Dank der breit gefächerten Ausbildung sind sie in vielen Branchen gefragt: in der Pharma- und Lebensmittelindustrie oder petrochemischen Industrie, Energieerzeugung und Umweltschutz oder bei Behörden.

Einblicke ins Studium
Die Ingenieurwissenschaft mit Fächern wie Chemie, Physik, Biologie, Maschinenzeichnen oder CAD bildet die Grundlage des Universitätsstudiums. Hinzu kommt eine Einführung in verfahrenstechnische Produktion und darauf aufbauende Module wie Apparatebau, Verfahrens-, Bioverfahrenstechnik oder technische Chemie. Die Schwerpunkte liegen in Bereichen wie Biotechnologie, Umweltschutz-, Lebensmittel- oder Medizintechnik. An Fachhochschulen verläuft das Studium ähnlich, nur die Wahlpflichtmodule werden durch Projektarbeiten ergänzt und Schwerpunkte wie Umwelt- und Biotechnik, Lackingenieurwesen oder Textil sind stärker anwendungsbezogen orientiert.

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Versorgungstechnik, Technische Gebäudeausrüstung

Licht auf Knopfdruck - ermöglicht wird das von Ingenieuren der Versorgungstechnik bzw. der Technischen Gebäudeausrüstung. Ihr Alltag dreht sich um die Technik, die in Räumen und Gebäuden aller Art zur Versorgung mit Energie und Stoffen wie Wasser bzw. zur Entsorgung von Abfallprodukten nötig ist. Sie machen also einen Raum oder ein Gebäude erst nutzbar. Häufigste Arbeitgeber sind Betriebe der Heizungs-, Sanitär- und Lüftungstechnik, Behörden, Baufirmen und Versorgungsbetriebe. Zudem wird auch der Umweltschutz in diesem Bereich immer wichtiger: Maßnahmen zur Wärmedämmung, Ressourceneinsparung und innovative Energieträger gehören heute ebenfalls in ihren spannenden Aufgabenbereich.

Einblicke ins Studium
Dieser Fachbereich muss stets schnell auf Innovationen reagieren, dennoch blieb die Grundlagenausbildung nahezu konstant: Mathematik, Physik und Chemie sowie ingenieurwissenschaftliche Fächer wie Elektro-, Mess- oder Energietechnik bilden die Basis. Die Spezialisierung richtet sich dann nach dem gewählten Studiengang, wobei die Auswahl sehr groß ist und je nach Hochschule meist unterschiedlich benannt wird. Möglich sind beispielsweise die Fachrichtungen Technische Gebäudeausrüstung, Umwelt- und Energietechnik, Entsorgungstechnik oder Facility-Management. Oft werden diese auch im Rahmen eines anderen ingenieurwissenschaftlichen Studiums angeboten.

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Werkstoff- und Materialwissenschaften, Werkstofftechnik, Baustoffe und Papiertechnik

Vom Atom zur Turbine - Werkstoffingenieure forschen oft im Kleinen und entwickeln daraus Großes: Sie untersuchen den strukturellen Aufbau von Materialien und Stoffen, ihre Eigenschaften und welche Auswirkungen Strukturveränderungen haben können. Darauf aufbauend optimieren oder entwickeln sie neue Materialeigenschaften, um innovative Anwendungen zu ermöglichen. Ein Beispiel ist die Oberfläche künstlicher Gelenke, die vom Körper optimal angenommen wird. Je nach Spezialisierung auf einen bestimmten Werkstoff wie etwa Papier, Metall oder Kunststoff, arbeiten Werkstoffingenieure in der Entwicklung und Forschung der Industrie. Aber auch bei Patentanwälten oder in Verlagen können sie ihr Fachwissen anwenden.

Einblicke ins Studium
Neben dem allgemeinen Studium der Werkstoffwissenschaften oder Werkstofftechnik gibt es auch Spezialrichtungen wie Metallurgie, Oberflächen-, Papier- oder Kunststofftechnik. An allen Hochschulen steht zu Beginn die Vermittlung naturwissenschaftlich-technischer und ingenieursspezifischer Inhalte im Vordergrund wie Mathematik, Chemie, Physik, technische Mechanik etc. An der Universität lernt man später die ganze Palette moderner Werkstoffgruppen kennen und kann sich über ein Wahlfach spezialisieren, wobei auch Spezialrichtungen wie etwa Eisenhüttenkunde, Metallurgie oder Kunststofftechnik möglich sind. An Fachhochschulen dagegen kann man sich entscheiden: Das klassische Angebot umfasst die Studiengänge Werkstoff-, Papier-, Oberflächentechnik, Keramik-Glas, Metallkunde und Kunststofftechnik.

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Wirtschaftsinformatik

Wer braucht was, wann und wo? Viele Fragen für einen Experten: den Wirtschaftsinformatiker. Er weiß, welche Daten im Unternehmen gesammelt werden müssen und wer diese an welcher Stelle benötigt. Beispiel: Der Einkauf muss genau wissen, wann die Produktion welche Teile braucht, um diese dann zum richtigen Zeitpunkt zu bestellen. Um solche Fragestellungen zu lösen und entsprechende Datenmengen zu handhaben, sind Kenntnisse in Informatik und Betriebswirtschaft notwendig. Wirtschaftsinformatiker arbeiten in nahezu allen Branchen in Bereichen wie etwa Logistik, Controlling, Marketing oder Projektplanung. Durch die Umstellung auf E-Business, E-Finance und E-Government werden in Zukunft weitere, neue Jobs geschaffen werden.

Einblicke ins Studium
Das Studium beginnt mit Grundlagen der Fächer Betriebswirtschaftslehre, Informatik und Wirtschaftsinformatik. Der Bereich Informatik orientiert sich stark an praktischem Wissen wie dem Aufbau von Datenbanken oder Programmiersprachen. Mathematik und Rechtswissenschaft kommen ergänzend hinzu, später gewinnen konkrete Abläufe wie Logistik oder Unternehmensführung an Bedeutung. Generell lernen angehende Wirtschaftsinformatiker immer beides: Betriebswirtschaft und Informatik, die Schwerpunkte hängen dabei aber sehr von der jeweiligen Hochschule ab. Studienprojekte, Praktika und sogar Exkursionen gehören zum Studienalltag, manchmal sogar in die vorlesungsfreie Zeit.

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Wirtschaftsingenieurwesen

Ein Studium, doppeltes Wissen - Wirtschaftingenieure sind Ingenieure und Betriebswirte, sie verbinden technischen Sachverstand mit ökonomischer Urteilskraft. Als echte Generalisten planen und entwickeln oder optimieren sie Betriebsabläufe im Hinblick auf technische Effizienz und maximale Wirtschaftlichkeit. Doch nicht nur in der Produktion, auch im Controlling oder im Finanz- und Rechnungswesen, in der Softwareentwicklung oder im Marketing erobern sie sich zunehmend attraktive Managerposten. In welche Branche sich Wirtschaftingenieure orientieren, hängt dabei stark von der gewählten ingenieurwissenschaftlichen Studienrichtung ab. Generell arbeiten sie in Handels- und Industrieunternehmen aller Wirtschaftszweige sowie im Dienstleistungsgewerbe.

Einblicke ins Studium
Wirtschaftsingenieurwesen kann auf verschiedenen Wegen studiert werden. Das Simultanstudium ist eine Möglichkeit: Hier studiert man eine Ingenieurwissenschaft wie zum Beispiel Maschinenbau, Bauingenieur o.ä. und Wirtschaftswissenschaften gleichzeitig! Die andere Möglichkeit ist ein Aufbau- oder Zusatzstudium im Anschluss an ein abgeschlossenes Ingenieurstudium. Neben den Fächern in der gewählten Ingenieurfachrichtung stehen an Universitäten und Fachhochschulen zusätzliche Module wie Finanz- und Rechnungswesen, Wirtschaftsrecht, Logistik oder Marketing mit auf dem Lehrplan.

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