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Industriewelt Erdgeschoss

Erzählen kann man viel – doch wer wirklich wissen will, wie Ingenieurinnen und Ingenieure denken und arbeiten, muss selbst Hand anlegen. Und genau das ist im Erdgeschoss des Fahrzeugs gefragt: Fünf Arbeitsstationen bilden Meilensteine des Produktentstehungsprozesses in der Industrie ab. An jeder Station wartet ein Arbeitsauftrag, den die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen ausführen sollen. Die Aufträge sind dabei inhaltlich speziell auf verschiedene Altersstufen der Jugendlichen zugeschnitten.

Die Arbeitsstationen

Konstruktion und Design

Analog war gestern! Die erste Visualisierung und Optimierung von Produktideen erfolgt heutzutage meist am Rechner. An dieser Arbeitsstation können Schülerinnen und Schüler genau das tun: mit einem echten 3D-Scanner scannen sie verschiedene Objekte ein. Der Scanvorgang wird dabei live am Bildschirm verfolgt und überprüft, bis schließlich ein realistisches 3D-Modell des Objekts auf dem Rechner vorliegt. Hier wird nicht nur die Bedeutung von Mathematik oder Optik begreifbar gemacht, sondern auch ein anschauliches Beispiel für die Arbeit mit digitalen Modellen gegeben, wie sie in der Industrie beispielsweise bei Simulationen, zur Reproduktion von Bauteilen oder zur Qualitätskontrolle eingesetzt wird.

Versuch und Optimierung

Bei der Entwicklung von Produkten spielt die richtige Auswahl der Materialien eine entscheidende Rolle. Je nach Produkt muss ein Werkstoff bestimmte Kriterien erfüllen, die in Untersuchungen geprüft werden. Auch die Herstellung von Prototypen mit dem 3D-Drucker hilft Ingenieurinnen und Ingenieuren dabei, die richtigen Materialien und Bauformen zu wählen. An dieser Station können die Jugendlichen einen 3D-Druck anfertigen und verschiedenste Materialien mit einem hochmodernen Digitalmikroskop auf ihre Oberflächeneigenschaften und auf Fehler untersuchen.

Robotik

Industrieroboter erledigen schwere, gefährliche oder millimetergenaue Arbeiten schnell und effizient – und das ohne müde zu werden. Doch bevor ein Roboter loslegen kann, muss jeder Aktionsschritt programmiert werden. Bei DISCOVER INDUSTRY  lotsen die Schülerinnen und Schüler selbst einen echten Industrieroboter mittels Koordinaten- eingabe zu vorgegebenen Markierungen – und das in möglichst kurzer Zeit. Je nach Klassenstufe arbeiten sie dabei mit einem zweidimensionalen oder dreidimensionalen Koordinatensystem. So wird deutlich, wie viel Mathematik und Informatik in den künstlichen Helfern stecken!

Intelligente Produktion

Die „Smart Factory“ der Zukunft arbeitet voll vernetzt: Das intelligente Produkt kennt seine Auftrags- und Fertigungsdaten, bestimmt selbst seinen Weg durch die Produktion und kommuniziert mit den Maschinen um sich herum. Auch die Maschinen kommu- nizieren untereinander, prüfen ihre Auslastung und melden frühzeitig notwendige Reparaturarbeiten. Diese intelligente Produktion wird es ermöglichen, individualisierte Produkte in flexiblen Stückzahlen möglichst ressourcen- und kosteneffizient zu pro- duzieren. Bei DISCOVER INDUSTRY betreiben die Schülerinnen und Schülern heute schon eine kleine „Smart Factory“. Dazu erstellen sie zunächst eine Logikschaltung um an- schließend ein konfiguriertes Behältnis mit Hilfe eines RFID-Chips durch eine Befüllungsanlage zu steuern. Am Ende erhalten sie ihr eigenes, ganz individuelles Produkt.

Materialfluss und Logistik

Um in Fabriken Produkte und Waren effizient zu produzieren und reibungslos auszuliefern, müssen alle Materialien, Einzelteile und Produkte zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. An Arbeitsstation 5 entdecken die Schülerinnen und Schüler, wie komplex eine intelligente Lagerhaltung und flexible Materialflusssysteme sind. Viele digitale Tools helfen dabei, dass alle Tätigkeiten und Prozesse reibungslos ineinandergreifen. Mithilfe einer VR-Brille können die Schülerinnen und Schüler in einer virtuellen Umgebung einige Bauteile an einen Motor anbauen. Hierfür brauchen Sie Teile aus der virtuellen Lagerhalle und erleben, wie moderne Intralogistik funktioniert.

EXPONATE UND MEHR

Neben den Arbeitsstationen vermitteln zahlreiche Exponate Wissenswertes zu bahnbrechenden Erfindungen, High-Tech-Werkstoffen oder jugendaffinen Produkten, in denen jede Menge MINT steckt. Echtes Highlight: Mit einem 3D-Drucker können während des Truckbesuchs kleine Gegenstände gedruckt werden, die die Schülerinnen und Schüler mit nach Hause nehmen dürfen.

Die Industriewelt im Erdgeschoss ist ein echtes Erlebnis mit vielen Aha-Effekten und Einblicken in die zukünftigen Entwicklungen. Doch auch der Blick zurück ist spannend: welche Meilensteine es von der vorindustriellen Zeit bis heute gab, das zeigt ganz anschaulich ein interaktiver Touchtable.

Weitere Informationen siehe Veranstaltungsformate